Hannover plant 600.000 Euro mehr für Soziokultur ab 2027
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Das Land Niedersachsen plant eine deutliche Aufstockung der Soziokulturförderung. Ab dem Jahr 2027 sollen dauerhaft 600.000 Euro zusätzlich pro Jahr bereitgestellt werden. Das geht aus dem Haushaltsplanentwurf der Landesregierung hervor.
Mehr Geld für kulturelle Einrichtungen
Der Landesverband Soziokultur Niedersachsen begrüßt die Entscheidung. Er wertet die zusätzlichen Mittel als klares Signal der Landesregierung für eine offene und demokratische Gesellschaft. Die Förderung soll Projekten und Investitionen im soziokulturellen Bereich zugutekommen.
Neben den 600.000 Euro sieht der Haushaltsplanentwurf eine weitere dauerhafte Kofinanzierung vor: 450.000 Euro jährlich für Kulturfördermaßnahmen des Bundes, der EU und von Stiftungen. Insgesamt plant das Land damit eine spürbare Ausweitung seiner Kulturausgaben.
Kurzfristige Förderung bereits angelaufen
Das Land fördert soziokulturelle Einrichtungen bereits im laufenden Jahr. Im ersten Halbjahr stellte das Kulturministerium in Hannover rund eine Million Euro bereit. Fast 60 Einrichtungen und Projekte profitieren davon landesweit.
Auch im Weserbergland gibt es soziokulturelle Einrichtungen und Kulturinitiativen, die auf Landesförderung angewiesen sind. Kulturzentren, Bürger- und Gemeinschaftshäuser sowie freie Kulturprojekte zählen typischerweise zu den Empfängern solcher Mittel. Konkrete Zuwendungen für Einrichtungen in den Landkreisen Hameln-Pyrmont, Holzminden, Schaumburg oder Höxter wurden vom Kulturministerium bislang nicht einzeln aufgeschlüsselt.
Politische Einordnung
Der Landesverband Soziokultur sieht in der geplanten Mittelerhöhung mehr als reine Kulturpolitik. Investitionen in die Soziokultur seien gleichzeitig Investitionen in gesellschaftlichen Zusammenhalt und demokratische Stabilität. Soziokulturelle Zentren gelten als niedrigschwellige Orte der Begegnung und Beteiligung.
Die dauerhafte Verankerung der Gelder im Landeshaushalt ist aus Sicht der Einrichtungen besonders wichtig. Projektbezogene Förderungen enden nach wenigen Jahren. Dauerhafte Mittel ermöglichen hingegen langfristige Planung und verlässliche Strukturen.
Haushaltsplan muss noch beschlossen werden
Der Haushaltsplanentwurf liegt derzeit vor. Der niedersächsische Landtag muss dem Etat noch zustimmen. Erst nach einem Beschluss sind die Mittel rechtlich gesichert. Die Umsetzung der erhöhten Soziokulturförderung ist für das Jahr 2027 vorgesehen.
Fazit
Soziokulturelle Einrichtungen sollen nach dem Willen der Landesregierung dauerhaft besser ausgestattet werden. Für Kulturinitiativen im Weserbergland könnte das mittelfristig neue Spielräume eröffnen, wenn die Mittel auch in die Region fließen. Voraussetzung ist die Zustimmung des Landtags zum Haushaltsplan.



