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Vermögensprüfung für sechs Monate ausgesetzt

Sozialgeld und Arbeitslosengeld II - die unbürokratischen Maßnahmen im Jobcenter Hameln-Pyrmont

Dienstag 7. April 2020 - Hameln (wbn). Existenzsicherung in Zeiten von Corona.

Die zunehmende Verbreitung des Coronavirus und die dadurch erforderlichen Maßnahmen im Kampf gegen Covid19 haben spürbare Auswirkungen auf Wirtschaft und Beschäftigung. Neben einem bereits bestehenden engmaschig gestrickten Netz von Sozialleistungen, die in dieser Phase die wirtschaftlichen Folgen für den Einzelnen abfedern können, wurden verschiedene Gesetze geändert, um im Zuge der Corona-Pandemie den Zugang zu einzelnen Sozialleistungen zu erleichtern.

 

 

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Dies wirkt sich unbürokratisch auf die Gewährung von Arbeitslosengeld II und das Sozialgeld durch das Jobcenter Hameln-Pyrmont sowie die Hilfe zum Lebensunterhalt und Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung durch den Landkreis Hameln-Pyrmont aus. Demnach wird für Erstanträge mit Leistungsbeginn ab dem 1. März 2020 die Vermögensprüfung  für 6 Monate ausgesetzt sowie die Unterkunfts- und Heizkosten für die Dauer eines Jahres in tatsächlicher Höhe anerkannt.

Menschen, die bereits in der Vergangenheit Leistungen für den Lebensunterhalt vom Jobcenter Hameln-Pyrmont oder vom Landkreis Hameln-Pyrmont erhalten haben und deren Bewilligungszeitraum ab dem 31.03.2020 ausläuft, erhalten automatisch eine Folgebewilligung  für die nächsten 12 Monate in Höhe der bisher gewährten Leistung. Einer gesonderten Antragstellung oder Mitwirkung bedarf es hierzu nicht.

Auch bei den heimischen Wohlfahrtsverbänden, den Kirchengemeinden und verschiedenen Religionsgemeinschaften sowie Einrichtungen wie zum Beispiel dem Senior-Schläger-Haus gibt es aktuell unterschiedliche Initiativen, damit in diesen Zeiten niemand durch das soziale Netz fällt. Daneben gibt es eine Vielzahl von privaten Hilfsangeboten und Nachbarschaftshilfen.

Die Wohlfahrtsverbände kümmern sich auch derzeit aktiv um die Bedürfnisse der Menschen, die sie bislang betreut haben. Dies findet größtenteils telefonisch oder auf elektronischem Wege statt, so dass soziale Kontakte soweit eben möglich aufrechterhalten werden können. „Wir überlegen derzeit gemeinsam mit den Verbänden, wie wir eine möglichst umfassende Übersicht über die vielzähligen Angebote auf den verschiedensten Ebenen bereitstellen können, um zu erkennen, wo es bereits Hilfsangebote gibt und wo es noch Lücken gibt, die wir schließen müssen“ so Heidi Pomowski, Sozialdezernentin beim Landkreis Hameln-Pyrmont.

Alle Informationen zu existenzsichernde Sozialleistungen während der Corona-Pandemie sind hier zu finden:  www.hameln-pyrmont.de/corona

 

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