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Ein Pastor überbrachte den Eltern die schreckliche Nachricht

Der tragische Tod auf dem Traumschiff: Offiziersanwärterin (25) aus dem Weserbergland stürzt auf der "Gorch Fock" 28 Meter in die Tiefe

Bodenwerder/Kiel/Salvador de Bahia (wbn). Schocknachricht von Bord des schönsten Schulschiffes der Deutschen Bundesmarine: Eine Offiziersanwärterin aus Bodenwerder, Landkreis Holzminden, ist vor der brasilianischen Küste aus der Takelage der „Gorch Fock“ aus großer Höhe abgestürzt und in einem Krankenhaus ihren tödlichen Verletzungen erlegen.

Ein Pastor überbrachte gestern den Eltern in Bodenwerder die schreckliche Nachricht. Der erst gestern bekannt gewordene Todesfall hat sich bereits am Sonntag ereignet. Die 25 Jahre alte Obermaatin hatte zusammen mit anderen Kadetten in 35 Metern Höhe das Großbramsegel gesetzt.

Sie hatte das Großbramsegel mit ihren Kameraden bereits gesetzt

Nach den Schilderungen eines Marinesprechers war sie wohl schon wieder auf dem Abstieg gewesen, als sie aus etwa 28 Metern in die Tiefe gestürzt und auf Deck aufgeschlagen ist. Die Tragödie hatte sich vor den Augen vieler Kameraden ereignet. Wie ein Marineexperte erläuterte, werde beim „Abentern“ die übliche Sicherung durch Einklinken des Sicherungshakens nicht verwendet.

Mit der Offiziersanwärterin aus Bodenwerder ist das sechste Todesopfer bei einem Unfall auf dem Segelschulschiff „Gorch Fock“ zu beklagen. Es ist der schönste, aber auch gefährlichste Ausbildungsplatz, den die Deutsche Bundesmarine zu vergeben hat. Der letzte tödliche Unfall auf dem Schiff hatte sich im September des Jahres 2008 zugetragen. Da war eine 18-jährige Kadettin über Bord gegangen und in den Wogen der Nordsee ertrunken.

(Zum Bild: Die 25-jährige Offiziersanwärterin aus Bodenwerder hatte sich ihren Traum erfüllt und ihre Ausbildung auf der legendären Dreimast-Bark "Gorch Fock" begonnen. Jetzt wurde ihr das Schiff zum Verhängnis. Die Ursache des töglichen Unfalles wird noch untersucht. Foto unten: Diese Grafik verdeutlicht die Situation des Unglücks. Die Offiziersanwärterin hatte zusammen mit ihren anderen Marinekameraden das Bramsegel am mittleren Mast gesetzt und war dann beim Abstieg vor aller Augen 28 Meter in die Tiefe gestürzt. Foto und Graphik: Wikipedia)

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Auf der Gorch Fock gilt in besonderem Maße immer wieder der alte Seemann-Satz: „Eine Hand für dich, eine für das Schiff“. Die Wetterbedingungen an diesem Tag vor Salvador de Bahia wurden allerdings als gut bezeichnet, so dass es von dieser Seite keine besonderen Erschwernisse gegeben hat. Die Umstände dieses schrecklichen Unglückes werden nunmehr gründlich untersucht. Allerdings sind sich die Matrosen der Risiken bewusst. In der Takelage können nicht immer die Sicherungshaken eingeklingt werden. Schon garnicht beim Auf- oder Abstieg.

Ob jetzt die Staatsanwaltschaft für weitere Untersuchungen eingeschaltet wird, ist noch unklar. Hier gab es seitens der Marine noch keine Auskunft. Die verunglückte Obermaatin aus Bodenwerder, die zuvor in Bad Pyrmont gelebt hat, ist nach Informationen der Weserbergland-Nachrichten.de seit drei Jahren bei der Marineschule in Mürwik bei Flensburg, die für ihre gründliche Ausbildung bekannt ist. Die „Gorch Fock“ (etwa 230 Besatzungsmitglieder) war auf dem Weg nach Argentinien und befindet sich auf ihrer 156. Reise auf hoher See. Die junge Frau war wohl erst in Brasilien an Bord des Schulschiffes gegangen. Im Juni des kommenden Jahres soll der stolze Segler wieder in Kiel anlegen.

Der Steckbrief der Gorch Fock

(Angaben der Bundesmarine):

Gorch Fock ist eine Bark, das heißt, die beiden vorderen Masten sind rahgetakelt, der achtere Mast ist gaffelgetakelt. Der Schiffsrumpf und die Masten sind aus Stahl. Über 300 Tonnen Eisenballast im Rumpf geben dem Schiff eine hohe Stabilität. Die 23 Segel und das Tauwerk sind aus Kunststoffmaterialien hergestellt. Zum Befahren von Flussmündungen und bei Windstille steht dem Schiff ein Hilfsmotor als Antrieb zur Verfügung. Die Gorch Fock untersteht der Marineschule Mürwik, Heimathafen ist Kiel.

DieTechnische Daten

Maße (Länge /Breite /Tiefgang): 89,32 m /12,00 m /5,50 m

Einsatzverdrängung: 2.002 t

Segelfläche: ca. 2.000 m²

Geschwindigkeit: unter Motor max. 12 kn / unter Segel max. 17 kn

Kielwasserlänge: 65,42 m

Antriebsanlage Leistung: 1.240 kW (1690 PS)

Besatzung: 85 Personen (+ max. 138 Lehrgangsteilnehmer)

 

 



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