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Zoff an der Durchfahrt der B 83

Begegnung in der dritten Dimension: Beim Schichtwechsel baumelten den AKW-Mitarbeitern von Grohnde die Kletter-Aktivisten von oben vor der Nase

Emmerthal(wbn).  Zoff an der Brückendurchfahrt der Bundesstraße 83 beim Kernkraftwerk Grohnde. Ein Polizist zog heute Abend am Seil einer Kletteraktivistin und versuchte diese – so die Darstellung von Beobachtern – wohl gewaltsam herunterzuziehen. Zeugen alarmierten in Sorge, die Französin – genannt „Eichhörnchen“ - könnte unvermittelt abstürzen, den Einsatzleiter und protestierten erregt.

Ganz offensichtlich wollte die Polizei es an dieser kritischen Stelle aber nicht darauf ankommen lassen und hatte aus bewährter Grohnde-Erfahrung ganz auf Zurückhaltung gesetzt. So wurde auch diese Situation entschärft. Der Polizei ging es anscheinend nur darum den Schichtwechsel der AKW-Mitarbeiter sicherzustellen, die am Abend mit ihren Fahrzeugen unvermittelt an dieser spontan blockierten Brückenunterführung standen und von sitzenden und von der Brücke hängenden Demonstranten bei der Heimfahrt behindert wurden. Ein Sprecher des Weserbergland-Antiatomkraft-Plenums hatte den Weserbergland-Nachrichten.de heute Abend auf Anfrage gesagt, dass diese vier Kletteraktivisten nicht zu seinen Mitstreitern gehörten sondern die akrobatische Einlage aus Eigeninitiative und ohne Vorankündigung durchgezogen hätten. Gleichwohl genossen die „Hochseilartisten“ die Sympathie der etwa 300 Demonstranten, die auch noch kurz vor Mitternacht die 24-Stunden-Mahnwache vor Grohnde begleiteten.

(Zum Bild: Die französische Kletter-Aktivistin baumelte mit ihrem Transparent vor der Nase der Polizisten, die den seitlichen Zufahrtsweg zum Kernkraftwerk freihalten wollte. Und irgendeiner zog dann auch mal am Seil... Foto: Lorenz/Weserbergland-Nachrichten.de)


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Die Dauer-Demonstranten übernachteten in Zelten und vergnügten sich bei alten Protestsongs vor der Eventbühne in Sichtweite des Atomreaktors. Angesichts der etwa 1000 Teilnehmer zeigten sich die Organisatoren mit dem heute durchweg ruhigen Verlauf zufrieden. Die 24-Stunden-Demo wird noch bis morgen um 13 Uhr vor dem Kernkraftwerk Grohnde andauern. Hier die Halbzeitbilanz der Polizei von heute Abend: „Rund 400 Teilnehmer nahmen am Sonntag, 2.10.2011, ab 14 h, an einem Aufzug vom Bahnhof zum Kraftwerk Grohnde teil. An diesen Aufzug schloss sich in Höhe des Kraftwerkes dann eine Kundgebung mit dann etwa 650 Teilnehmern an. Die Veranstaltungen  waren inhaltlich auf das Thema "Laufzeit Kraftwerk Grohnde"  ausgerichtet.

Der Großteil der Teilnehmer wanderte gegen 16:30 h nach Ende der Redebeiträge ab. Rund 150 Teilnehmer beteiligten sich dann an einer anschließenden Mahnwache, die in einem Camp auf einer angrenzenden Ackerfläche durchgeführt wurde. Gegen 17 h führten vier Aktivisten eine Abseilaktion an der Brücke der Bundesstraße 83 in Höhe des Kraftwerkes durch und befestigten dort zwei Transparente

30 weitere Personen fanden sich zudem unter der Brücke ein. Gegen einen Betreuer (41) der Aktivisten wurde in diesem Zusammenhang ein Ermittlungsverfahren wegen Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte eingeleitet. Gegen 19 h wurden entgegen einer Auflage der Versammlungsbehörde zehn Traktoren mit einer Plane verbunden. Laut Auflagenbescheid war jedoch vorgesehen, die Trecker bis Sonnenuntergang in die Ortslage Emmerthals zu verbringen. Dies wurde jedoch durch die Eigentümer verweigert. Geprüft wird daher nun die Einleitung eines Ordnungswidrigkeitenverfahrens gegen den verantwortlichen Versammlungsleiter.

Die Mahnwache dauert bis Montag, 3.10.2011, an."

 

 

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