War es ein Racheakt?

Feuer im Amtsgericht. Polizei findet klare Hinweise auf vorsätzliche Brandstiftung

Nienburg (wbn). Wer hat das Feuer im Amtsgericht gelegt? War es ein Racheakt? Spuren eines sogenannten Brandbeschleunigers deuten klar auf eine vorsätzliche Brandstiftung in dem Nienburger Gerichtsgebäude hin.

Hier der Polizeibericht aus Nienburg: In den frühen Morgenstunden des heutigen Tages wird Brandalarm beim Amtsgericht Nienburg ausgelöst. Durch das frühzeitige Entdecken und das schnelle Einschreiten der Feuerwehr kann Schlimmeres verhindert werden. Glücklicherweise fallen nur ein paar Akten in einem Kellerraum den Flammen zum Opfer. Nach den ersten Erkenntnissen geht die Polizei von einer Brandstiftung aus. Kurz nach 5.00 Uhr wird eine Zeitungsausträgerin auf die Rauchentwicklung aus einem Kellerfenster des Gerichtsgebäudes am Schloßplatz aufmerksam.

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Die alarmierte Feuerwehr Nienburg rückt unter der Leitung von Harald Ellermann mit 20 Kräften aus. Die Löschkräfte haben den Brand, der in einem Kellerraum ausgebrochen ist, schnell unter Kontrolle. Ein Übergreifen auf andere Räume wird verhindert. In dem Raum lagern Akten. Da die Flammen schnell abgelöscht sind, werden nur wenige Akten in Mitleidenschaft gezogen.  Durch die Tatortgruppe der Polizei Nienburg muss ein Brandbeschleuniger, der offensichtlich nach Einschlagen des Kellerfensters in den Kellerraum gekippt wurde, festgestellt werden.

Zudem wurden von den Tätern die Verglasungen zweier Fenster in der Gebäudefront zertrümmert. Hierdurch wollte man vermutlich im Inneren für mehr Sauerstoff sorgen und den Flammen Nahrung geben.  Der Schaden wird auf 2000 - 3000 Euro geschätzt.  Die Brandsachbearbeiter des 1. Fachkommissariats der Nienburger Polizei haben die Ermittlungen aufgenommen.