Vorstoß des Kreistagsabgeordneten Christian Meyer

Grüne fordern: Mehr Geld für Klex-Jugendzentrum in Bodenwerder und Verzicht auf Petri-Pipeline

Bodenwerder (wbn). Statt teure Petri-Pipeline mehr Geld für das Jugendzentrum Klex! Das ist die Position der Grünen in Bodenwerder.

Die grüne Samtgemeinderatsfraktion in Bodenwerder hat sich auf ihrer letzten Sitzung ausführlich mit der Situation des Jugendzentrums Klex beschäftigt. Eberhard Böhm und Heiko Limburg unterstrichen die gute Arbeit und hohe Anerkennung der geleisteten Jugendarbeit. "Das Klex ist unverzichtbar. Die von Bürgermeister Lienig vorgeschlagene Halbierung der Zuschüsse der Samtgemeinde von 50.547 Euro auf 25.000 Euro findet nicht unsere Zustimmung", erklärte Fraktionssprecher Andreas Kretschmer. Stattdessen sollten die mobilen Angebote der offenen Kinder- und Jugendarbeit auch stärker auf die Alt-Samtgemeinde Polle ausgeweitet werden. Hierfür wären sowohl die Zuschüsse des Landkreises Holzminden als auch die der Samtgemeinde Bodenwerder Polle zu erhöhen.

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"Die größere Samtgemeinde und damit auch die größere Nachfrage nach engagierter Jugendarbeit muss sich in den Kreiszuschüssen widerspiegeln", sind sich die Samtgemeindegrünen mit ihrer Kreistagsfraktion einig. "Wir werden daher eine Anhebung des Kreiszuschusses von jetzt 5100 Euro für das Klex in den Haushaltsberatungen im Kreis vorschlagen", kündigte der für Bodenwerder-Polle zuständige grüne Kreistagsabgeordnete Christian Meyer an. "Gemeinsam wollen wir die so notwendige Jugendarbeit verstärken statt zusammenstreichen", sagte Meyer. In diesem Zusammenhang kritisierten die nicht im Stadtrat vertretenen Grünen auch die geplanten Kürzungen der Stadt Bodenwerder von 22.031 auf 17.000 Euro für das Klex.

"Die Fortsetzung der Zusammenarbeit von Kirche und Politik ist kein Pokerspiegel. Nur gemeinsam können wir eine gute Leistung bringen", sagte Ratsherr Heiko Limburg in Bezug auf Äußerungen der CDU. Als Gegenfinanzierung zur weiteren Förderung des Klex schlagen die Grünen die Streichung der im Samtgemeindehaushalt vorgesehenen Subventionen von 50.000 Euro für die geplante Pipeline für die Firma Petri vor. "Wir Grüne halten die Abwasserpipeline weiterhin für nicht erforderlich, sondern fordern vom Unternehmen erstmal eine Vorklärung der Abwässer unter Einhaltung der Schmutzwasser-Grenzwerte ein. Ein stark expandierendes Unternehmen, das in der Lage ist, große Summen für die Erweiterung seiner Produktionskapazitäten aufzuwenden, muss sich dem Thema Abwasser mit derselben Ernsthaftigkeit widmen wie der Produktionsausweitung", so Kretschmer.

Die Grünen bleiben damit bei ihrer Position, dass eine Pipeline für Petri zurzeit nicht in Frage kommt und nicht über den Gebührenhaushalt oder das Steuersäckel aller Bürgerinnen und Bürger finanziert werden darf.