Damit wäre auch der Berufspendlerverkehr im Weserbergland betroffen

Jetzt werden auch S-Bahnen in Hannover bestreikt - Eisenbahner-Arbeitskampf-Aktionen sind in Niedersachsen angekommen

Hannover/Hameln (wbn). Warnstreiks gibt es seit dem Morgen nun auch in Niedersachsen und zwar bei der S-Bahn Hannover. „Dort werden einige Züge ausfallen“, teilt die Gewerkschaft Transnet heute gegen 5.30 Uhr mit.  Damit könnte jetzt auch das Weserbergland unmittelbar betroffen sein.

Ebenso gibt es Aktionen in einigen Bereichen Sachsen-Anhalts. Dort werden die Stellwerke in Magdeburg, Sandersleben und Halberstadt befristet bestreikt. Es kommt zu erheblichen Behinderungen im Regionalverkehr. Bundesweit sind weitere Aktionen geplant. Schwerpunkte sind der Westen und Bayern. Warnstreiks und Auswirkungen der Aktionen wird es aber in nahezu allen Bundesländern geben. Über 300 Eisenbahner befinden sich seit dem Morgen im Warnstreik. Betroffen sind Privatbahnen und Deutsche Bahn.

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Die Gewerkschaften Transnet und GDBA wollen mit den Aktionen Druck auf die festgefahrenen Tarifverhandlungen ausüben. Im Kern geht es um einen Branchentarifvertrag für den Schienenpersonen-Nahverkehr (SPNV). Erste Aktionen begannen um 2 Uhr im Westen und in Bayern. In Dortmund, Essen, Münster und Düsseldorf legten knapp 200 Beschäftigte die Arbeit nieder. Betroffen ist in diesen Bereichen der S-Bahn- und der Regionalverkehr, in Dortmund außerdem der Fernverkehr. In München wird seit dem frühen Morgen die S-Bahn-Werkstatt und das dazugehörige Stellwerk in Steinhausen befristet bestreikt. Gut 30 Beschäftigte legten die Arbeit nieder. Es kommt zu Störungen im S-Bahnverkehr der bayerischen Landeshauptstadt.