Fachbehörde muss sich wegen laufenden Verfahrens zurückhalten 

Landrat Butte: Kreisjugendamt ist "kein Fall fürs Jugendamt"

Hameln (wbn). Landrat Rüdiger Butte sieht das „Kreisjugendamt nicht als Fall fürs Jugendamt“. Er hat damit auf den heutigen und gestrigen Bericht der Weserbergland-Nachrichten.de reagiert, in dem über mehrere Strafanträge gegen Mitarbeiter des Hamelner Kreisjugendamtes berichtet wird.

Die konkret begründeten Strafanträge sind von einem Hamelner Ehepaar bei der Staatsanwaltschaft in Hannover initiiert worden, dessen Kind für sie völlig überraschend in ein Heim eingewiesen worden war und das sich jetzt mit allen rechtlichen Mitteln gegen diese Maßnahme des Kreisjugendamtes wehrt. Butte bedauert, dass seitens der Behörde zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht Stellung genommen werden könne.

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 Er verweist auf ein laufendes Gerichtsverfahren, das abgewartet werden müsse. Ausserdem müsse bei den Angaben auch Rücksicht auf die Privatsphäre des Kindes genommen werden. Der Landrat stellt sich allerdings deutlich vor seine Fachbehörde, die er nicht unter Pauschalverdacht stehen lassen will.