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Kirchenreform im Kreis Höxter: Heimatpfleger verlangen Gehör

Hinweis: Das Beitragsbild wurde mit künstlicher Intelligenz erzeugt.

Die Heimatpfleger im Kreis Höxter machen Druck. Sie fordern vom Erzbistum Paderborn echte Mitsprache bei der Neugestaltung der katholischen Kirchenstrukturen. Ein schriftliches Papier haben sie bereits eingereicht. Eine Reaktion steht bislang aus.

Jahrhundertealte Strukturen stehen auf dem Prüfstand

Das Erzbistum Paderborn plant tiefgreifende Veränderungen. Das Dekanat Höxter soll aufgelöst werden. An seiner Stelle entsteht ein einziger großer Seelsorgeraum, der den gesamten Kreis umfasst. Das betrifft Gemeinden, die über Jahrhunderte gewachsen sind.

Für die Heimatpfleger ist das mehr als eine Verwaltungsreform. Sie sehen in den lokalen Kirchengemeinden einen zentralen Teil der regionalen Identität. Kirchen, Kapellen und Pfarreien gelten ihnen als Anker der Ortsgeschichte. Ein Umbau der Strukturen greife deshalb tief in das kulturelle Gefüge der Region ein.

Manifest formuliert klare Kritik

Die Heimatpfleger haben ihre Position schriftlich festgehalten. In einem Manifest bewerten sie die bisherigen Planungsprozesse kritisch. Ihr Vorwurf: Die Betroffenen vor Ort werden nicht ausreichend einbezogen. Entscheidungen würden ohne echte Beteiligung der Gemeinden getroffen.

Das Papier wurde dem Erzbistum Paderborn zugeleitet. Eine inhaltliche Antwort haben die Heimatpfleger bisher nicht erhalten. Das erzeugt Unmut, und das Misstrauen gegenüber dem Reformprozess wächst in der Region.

Forderung nach transparentem Dialog

Die Heimatpfleger fordern keinen Stopp der Reform. Sie verlangen einen transparenten Dialog. Betroffene Gemeinden sollen mitentscheiden, nicht nur informiert werden. Konkret geht es um die Frage, wie der neue Seelsorgeraum gestaltet wird: Welche Strukturen bleiben erhalten, welche fallen weg?

Diese Fragen betreffen Dutzende Ortschaften im Kreis Höxter, darunter Gemeinden in Beverungen, Bad Driburg und Brakel. In vielen kleinen Orten ist die Kirchengemeinde eine der wenigen verbliebenen Gemeinschaftsstrukturen.

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Reform als Reaktion auf strukturellen Wandel

Das Erzbistum Paderborn reagiert mit der Reform auf veränderte Rahmenbedingungen. Priestermangel, sinkende Mitgliederzahlen und leere Kassen machen Umstrukturierungen nötig. Viele Bistümer in Deutschland gehen ähnliche Wege und legen einzelne Pfarreien zu größeren Einheiten zusammen.

Kritiker sehen darin die Gefahr, dass lokale Bindungen verloren gehen. Wer weit zum nächsten Gottesdienst fahren muss, bleibt möglicherweise ganz weg. Die Heimatpfleger teilen diese Sorge und warnen davor, dass die Kirche im ländlichen Raum an Bedeutung verliert.

Kulturelles Erbe als Argument

Im Kreis Höxter gibt es eine dichte Kulturlandschaft mit romanischen Kirchen, mittelalterlichen Klosteranlagen und historischen Dorfkirchen. Das Kloster Corvey bei Höxter ist UNESCO-Weltkulturerbe. Die Heimatpfleger betonen: Viele dieser Stätten sind untrennbar mit aktiven Gemeinden verbunden. Ohne lebendige Pfarreien drohe auch der kulturellen Pflege dieser Orte ein Einbruch.

Wie geht es weiter?

Das Erzbistum Paderborn hat sich bislang nicht öffentlich zu dem Manifest der Heimatpfleger geäußert. Unklar bleibt, wann und ob eine Reaktion kommt. Die Heimatpfleger haben angekündigt, weiter Druck zu machen und ihre Forderungen öffentlich zu vertreten.

Der Reformprozess im Bistum läuft unterdessen weiter. Wann der neue Seelsorgeraum im Kreis Höxter offiziell eingerichtet wird, ist noch offen. Die Gemeinden warten auf Klarheit, die Heimatpfleger auf eine Antwort.

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