Lokal

Kreis Höxter: Erzbistum schickt Steuerungsgruppe in Pastorale Räume

Hinweis: Das Beitragsbild wurde mit künstlicher Intelligenz erzeugt.

Der Umbau der katholischen Kirche im Kreis Höxter nimmt konkrete Formen an. Das Erzbistum Paderborn hat eine Steuerungsgruppe eingesetzt, die alle Pastoralen Räume im Kreisgebiet besucht. Ziel ist es, den laufenden Transformationsprozess vor Ort zu begleiten und zu gestalten.

Erzbistum setzt auf direkte Begleitung vor Ort

Der Besuch der Steuerungsgruppe ist Teil eines größer angelegten Strukturwandels im Erzbistum Paderborn. Die Kirche reagiert damit auf veränderte Bedingungen: weniger Mitglieder, weniger Priester, weniger Geld. Die Pastoralen Räume sind die kirchlichen Grundeinheiten auf Gemeindeebene. Durch die Besuche soll der Prozess nicht von oben verordnet, sondern gemeinsam mit den Menschen vor Ort gestaltet werden.

Konkrete Beschlüsse über Kirchenschließungen oder die Neuordnung von Pfarreien im Kreis Höxter sind nach aktuellem Stand nicht bekannt. Der Fokus liegt zunächst auf dem Dialog und der Bestandsaufnahme in den einzelnen Räumen.

Bundesweiter Trend als Hintergrund

Der Wandel im Kreis Höxter steht nicht für sich allein. Bundesweit befindet sich die katholische Kirche in einem tiefgreifenden Umbruch. Die Deutsche Bischofskonferenz hat kürzlich aktuelle Zahlen vorgelegt. Danach besuchten 2025 lediglich rund 1,3 Millionen der etwa 19,2 Millionen deutschen Katholiken regelmäßig die Messe. Das entspricht einem Anteil von 6,8 Prozent.

Die Mitgliederzahlen sinken seit Jahren. Im Jahr 2022 verzeichnete die katholische Kirche in Deutschland mit 1,3 Millionen Austritten einen Höchstwert. Taufzahlen gehen ebenfalls zurück. Die Daten der Bischofskonferenz zeigen allerdings einen Anstieg bei Erwachsenentaufen.

DBK-Vorsitzender betont breites Kirchenverständnis

Heiner Wilmer, Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz und Bischof von Münster, hat auf ein erweitertes Verständnis von Kirche hingewiesen. Kirche sei nicht nur dort, wo Gottesdienst gefeiert werde. Damit deutet die Kirchenleitung an, dass sie ihre gesellschaftliche Rolle neu definieren will.

Lesen  Familienfreundlicher Weserbergland Urlaub mit Kindern

Was der Wandel für den Kreis Höxter bedeutet

Im Kreis Höxter ist die katholische Kirche seit Jahrhunderten tief im gesellschaftlichen Leben verwurzelt. Orte wie Brakel, Beverungen oder Willebadessen sind eng mit kirchlichen Traditionen verbunden. Der Strukturwandel betrifft daher nicht nur Gottesdienstzeiten, sondern auch Schulen, Kitas, Sozialeinrichtungen und das ehrenamtliche Engagement.

Wie viele Pastorale Räume die Steuerungsgruppe im Kreis Höxter besucht und in welchem Zeitraum, ist bislang nicht im Detail bekannt. Die Ergebnisse der Besuche sollen in die weiteren Planungen des Erzbistums einfließen.

Umbau mit offenem Ausgang

Der Transformationsprozess des Erzbistums Paderborn wird in die Fläche getragen, auch in den Kreis Höxter. Wie die Kirche dort künftig aussieht, wie viele Gemeinden es gibt und welche Aufgaben sie übernehmen, steht noch nicht fest. Der Dialog mit den Gläubigen vor Ort soll dabei eine wesentliche Grundlage für die weiteren Entscheidungen sein.

Ähnliche Artikel

Schaltfläche "Zurück zum Anfang"