Kreis Höxter ohne Lungenfacharzt: Praxisnachfolge gescheitert
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Im Kreis Höxter gibt es keinen niedergelassenen Lungenfacharzt mehr. Dr. Susanne Fischer hat ihre Praxis in Höxter geschlossen und ist in den Ruhestand getreten. Eine Nachfolgeregelung scheiterte. Alle bereits vereinbarten Patiententermine sind damit hinfällig.
Praxis geschlossen, Nachfolge gescheitert
Dr. Susanne Fischer war die einzige eigenständige Pneumologin im Kreis Höxter. Mit ihrem Renteneintritt endete die lungenfachärztliche Versorgung in der Region abrupt. Eine Nachfolgerin oder ein Nachfolger hätte die Praxis weiterführen sollen. Diese Lösung ist nun geplatzt.
Patienten, die bereits Termine gebucht hatten, wurden informiert: Ihre Termine gelten nicht mehr. Sie müssen sich anderweitig um eine fachärztliche Versorgung kümmern.
Für chronisch kranke Patienten mit Asthma, COPD oder anderen Lungenerkrankungen bedeutet das eine ernste Lage. Regelmäßige Kontrolltermine beim Spezialisten sind für viele Betroffene medizinisch notwendig.
Unterversorgung auf dem Land
Der Kreis Höxter ist ländlich geprägt. Fachärzte sind dort grundsätzlich seltener als in städtischen Regionen. Das Wegfallen einer einzigen Praxis kann für eine gesamte Bevölkerungsgruppe erhebliche Folgen haben.
Pneumologen behandeln Erkrankungen der Atemwege und der Lunge, darunter chronische Bronchitis, Asthma bronchiale und Lungenemphysem. Wer auf diese Fachrichtung angewiesen ist, kann nicht einfach auf einen Hausarzt ausweichen.
Die nächsten Pneumologen sitzen in benachbarten Städten wie Paderborn oder Detmold. Für ältere und mobilitätseingeschränkte Patienten im Kreis Höxter sind solche Wege eine zusätzliche Belastung.
Was jetzt zu tun ist
Betroffene Patienten sollten zunächst ihren Hausarzt aufsuchen. Dieser kann die Situation medizinisch einschätzen und bei Bedarf Überweisungen in umliegende Kreise ausstellen.
Die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe ist für die Sicherstellung der medizinischen Versorgung im Kreis Höxter zuständig. Sie muss prüfen, wie die pneumologische Versorgung künftig geregelt werden kann. Ob eine neue Zulassung vergeben, eine Ermächtigung erteilt oder eine andere Lösung gefunden wird, ist derzeit offen.
Patienten können sich auch direkt an die Kassenärztliche Vereinigung wenden, um Auskunft über erreichbare Facharztpraxen zu erhalten.
Strukturelles Problem, kein Einzelfall
Der Fall in Höxter steht stellvertretend für ein Problem, das viele ländliche Regionen in Deutschland betrifft. Fachärzte konzentrieren sich auf Ballungsräume. Wenn eine Praxis auf dem Land schließt, findet sich oft kein Nachfolger.
Jüngere Mediziner bevorzugen häufig angestellte Stellen in Kliniken oder Medizinischen Versorgungszentren. Die eigene Niederlassung mit Praxisübernahme gilt vielen als zu aufwendig und risikoreich.
Die Suche nach einem Nachfolger für Dr. Fischer verlief erfolglos. Wie lange der Kreis ohne Pneumologen auskommen muss, ist unklar.
Fazit
Der Kreis Höxter hat keine lungenfachärztliche Versorgung mehr. Die gescheiterte Praxisnachfolge trifft vor allem chronisch kranke Patienten. Kurzfristige Lösungen sind nicht in Sicht. Die Kassenärztliche Vereinigung muss eine neue Versorgungslösung für die Region organisieren.


