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Polizei ermittelt wegen versuchter Tötung / 16-köpfige Mordkommission "Industrie"

Ukrainischer Brummi-Fahrer stürzt mit lebensgefährlichen Brustverletzungen auf den Asphalt

Sonntag 3. Mai 2020 - Steinheim / Höxter (wbn). Sonntags-Krimi im realen Leben! Und plötzlich stürzt ein Brummi-Fahrer aus dem Führerhaus auf den Asphalt...

Zeugen hatten das beobachtet und die Polizei gerufen. Rettungskräfte entdecken an dem 44-Jährigen lebensgefährliche Verletzungen im Brustbereich. Aufgrund der Stichwunden schwebt er noch jetzt in Lebensgefahr. Die Polizei in Höxter geht von einem versuchten Tötungsdelikt aus.

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Zwei Lkw standen auf dem Hof einer Spedition in Steinheim nebeneinander. Dazu die Polizei: „Die Ermittlungen konzentrieren sich derzeit auf den Fahrer des zweiten Lkw, einen 54-jährigen ukrainischen Lastwagenfahrer. Die beiden Ukrainer sind am Freitag, 1. Mai 2020, mit ihren Lastwagen auf dem Gelände der Firma angekommen und haben höchstwahrscheinlich den Tag zusammen verbracht. Eine Äußerung, die der Verletzte noch kurz vor seiner Not-OP machen konnte, erhärtet einen Tatverdacht gegen den 54-jährigen.“
Die 16-köpfige Mordkommission "Industrie" klärt nunmehr den Sachverhalt.
Nachfolgend die gemeinsame Presseerklärung der Staatsanwaltschaft Paderborn und der Polizei Bielefeld: Nach einem versuchten Tötungsdelikt in Steinheim, Industriestraße, sucht die Polizei dringend Zeugen. Am gestrigen Samstag, 02.05.2020, wurden die Polizei sowie Rettungskräfte gegen 17:48 Uhr zum Gelände einer Spedition in der Industriestraße in Steinheim / Kreis Höxter gerufen.

Auf dem Hof der Spedition standen zu dem Zeitpunkt zwei Lkw nebeneinander. Zwei Zeugen konnten beobachten, wie auf einmal aus einem der beiden Lkw eine Person aus dem Führerhaus auf den Asphalt stürzte.

Die von den Zeugen alarmierten Rettungskräfte stellen kurz darauf an der Person, einem 44-jährigen ukrainischen Lastwagenfahrer, eine blutende Verletzung im Brustbereich fest. Der Verletzte wurde zunächst in ein Krankenhaus nach Höxter verbracht, wo er umgehend operiert werden musste.

Die Ärzte diagnostizierten eine Stichwunde im Brustkorb mit schweren Lungenverletzungen. Aufgrund des sich weiter verschlechternden Gesundheitszustandes musste der 44-jährige später in ein Paderborner Krankenhaus verlegt werden. Derzeit besteht akute Lebensgefahr.

Da der Verdacht eines versuchten Tötungsdeliktes besteht, wurde noch in der Nacht durch das für Mordermittlungen zuständige Polizeipräsidium Bielefeld gemeinsam mit Ermittlern der Polizei Höxter die 16-köpfige Mordkommission "Industrie" unter der Leitung des Bielefelder Kriminalhauptkommissars Jürgen Kollien eingerichtet.

Die Ermittlungen konzentrieren sich derzeit auf den Fahrer des zweiten Lkw, einen 54-jährigen ukrainischen Lastwagenfahrer.

Die beiden Ukrainer sind am Freitag, 1. Mai 2020, mit ihren Lastwagen auf dem Gelände der Firma angekommen und haben höchstwahrscheinlich den Tag zusammen verbracht.

Eine Äußerung, die der Verletzte noch kurz vor seiner Not-OP machen konnte, erhärtet einen Tatverdacht gegen den 54-jährigen.

Dieser lässt sich inzwischen anwaltlich vertreten und äußert sich nicht zur Sache.

Aus welcher Motivlage und wie es schließlich zu dem Messerstich kam, ist derzeit noch unklar.

Die beiden Lkw wurden zur Spurensicherung sichergestellt.

Die Staatsanwaltschaft Paderborn führte den 54-jährigen Tatverdächtigen heute Nachmittag dem Haftrichter beim Amtsgericht Warburg vor. Das Gericht verhängte die Untersuchungshaft wegen des Verdachts des versuchten Totschlags.

Zeugenaufruf: Einer der beiden Zeugen, die die Rettungskräfte alarmierten, entfernte sich nach Eintreffen der des Notarztes und ist derzeit den Ermittlern nicht bekannt.

Dieser Zeuge, ein ca. 70 Jahre alter Mann, der eine Mercedes A-Klasse fuhr, wird dringend gebeten, sich mit der Mordkommission in Verbindung zu setzen.

Es wird auch um weitere Zeugenhinweise an die Polizei Bielefeld (0521-545-0) oder die Polizei Höxter (05271-962-0) gebeten.“

 

 

 

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