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Er war der Stargast beim Münchhausenpreis

Bill Ramsey, der "Schokoladeneisverkäufer von dem anderen Stern" ist jetzt im Himmel

Von Ralph Lorenz

Montag 5. Juli 2021 - Hamburg / Bodenwerder (wbn). Bill Ramsey ist tot. Der Schlagersänger mit dem amerikanischen Akzent, der in den 60er Jahren einen Hit nach dem anderen abgeliefert hatte, ist sanft im Alter von 90 Jahren entschlafen.

Es waren Gassenhauer in der Hochstimmung des Wirtschaftswunders. Ja so wurden sie damals genannt. Hits wie den „Schokoladeneisverkäufer“. Oder die „Zuckerpuppe aus der Bauchtanzgruppe“. Im Mai 2011 trat er noch bei der Verleihung des Münchhausenpreises in Bodenwerder auf. Sprach die Laudatio, in der er seinem Jazz-Freund Alsmann bescheinigte „von einem anderen Stern“ zu sein. Alsmann wurde an diesem Abend mit dem Münchhausenpreis ausgezeichnet. Als Bill Ramsey damals in den Saal kam wirkte er schon von seiner Krankheit gezeichnet. Er hatte Parkinson. War an Knie und Hüfte operiert worden. Ich war erschrocken und fragte mich ob und wie er es überhaupt auf die Bühne schaffen könnte.

(Zum Bild: Bill Ramsey als Laudator beim Münchhausenpreis in Buchhagen. Foto: Ralph Lorenz)

 

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Der Saal der Mittendorfs in Bodenwerder-Buchhagen war mit gut 1500 festlich gestimmten Gästen des Münchhausen-Sparkassen-Events gefüllt. Und dann kam das Signal zum Auftritt. Diesen Moment habe ich nie vergessen. Bill Ramsey war wie umgewandelt als er auf der Bühne stand, ganz vorn an der Rampe. Ja, er war die geborene Rampensau. Hat „Pigalle, Pigalle, das ist die größte Mausefalle…“ gesungen und die Mäuschen im Saal hat es kaum auf dem Sitz gehalten. Und den „Schokoladeneisverkäufer von dem anderen Stern“ – der Oldie hat geswingt, was das Zeug hält.

Das begeisterte Publikum muss wie eine Adrenalin-Spritze auf Bill gewirkt haben. Und Veronica Maguire, die Geschäftsführerin der Weserbergland-Nachrichten.de hat sich anschließend am Rande mit Bill Ramsey unterhalten – über Glasgow und das schottische Blut, das in ihren Adern fließt. Tage später kam ein Anruf aus Hamburg. Es war Ramseys Frau, die uns um das Bild bat, das ich von seinem Auftritt gemacht hatte. Er habe so jung ausgesehen, so gestrahlt. Hat sie auch umgehend bekommen. So jung sind wir nie wieder zusammengekommen… Bill Ramsey war ein ganz Großer. Kein „Mega-Star“, kein „Superstar“, kein „Titan“ wie heute die Sternchen genannt werden. Das wäre eine Beleidigung für ihn gewesen. Dem Wumba-Tumba-Schokoladeneisverkäufer von dem anderen Stern…

(Zum Bild: Veronica Maguire im Gespräch mit Bill Ramsey am Rande der Münchhausen-Preisverleihung. Foto: Ralph Lorenz)

 

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