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Umgehend die Staatsanwaltschaft informiert

Landrat Bartels schlägt im eigenen Haus Alarm: Mitarbeiter hat im Missbrauchsfall Lügde Akte verändert und rückdatiert

Freitag 15. Februar 2019 - Hameln / Lügde (wbn). Auch das noch! Ein Landkreis-Mitarbeiter hat heute eingeräumt im Zusammenhang mit den Missbrauchsfällen in Lügde einen Aktenvermerk nachträglich einsortiert zu haben. Und nicht nur das. Es wurde auch "rückdatiert".

Bei einem Mitarbeiter in der Hameln-Pyrmonter Kreisverwaltung lagen offenbar die Nerven blank. Handelte er dreist, dumm oder naiv? Der Vorgang ist heute in Hameln bekannt geworden und hat zu einer ersten personellen Konsequenz geführt. Hameln-Pyrmonts Landrat Tjark Bartels hat umgehend reagiert. Der Mann wurde vorsorglich vom Dienst freigestellt. „Ich habe ja völlige Transparenz versprochen“, erinnerte Bartels heute Nachmittag im Gespräch mit den Weserbergland-Nachrichten.de an sein Versprechen in der großen Pressekonferenz zu diesem Missbrauchsskandal. Deshalb hat er den Vorgang selbst umgehend öffentlich gemacht. So wolle er auch weiterhin verfahren und mögliche Versäumnisse oder Fehler im eigenen Haus schonungslos aufdecken.

 

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Nachfolgend die entsprechende Pressemitteilung seiner Pressesprecherin Sandra Lummitsch von heute Mittag im vollen Wortlaut:

Pressemitteilung

„Fehler in den Akten? - Landkreis stellt interne Untersuchung an und stellt einen Mitarbeiter vorsorglich frei

Landrat Tjark Bartels teilt mit, „dass ein Mitarbeiter am heutigen Tage eingeräumt habe, einen Vermerk nachträglich in Akten des Jugendamtes einsortiert zu haben. Er wollte die Akte um einen fehlenden Vermerk ergänzen und so die Akte vervollständigen.“ Der Landkreis hat umgehend eine interne Prüfung eingeleitet. Fest steht, dass das Verhalten des Mitarbeiters nicht zu tolerieren ist.

„Ein fehlender Vermerk in einer Akte geschieht im Büroalltag – diesen Vermerk dann aber im Nachhinein zu erzeugen und rückzudatieren,  lässt den Verdacht auf einen Verstoß gegen Dienstpflichten - ganz unabhängig davon, ob die eingefügten Informationen falsch oder richtig waren – zu“, erklärt Pressesprecherin Sandra Lummitsch.

„Ich stelle mich konsequent vor meine Mitarbeiter, habe aber ebenso unmissverständlich angekündigt, dass wir mit derselben Konsequenz vorgehen, wenn in unserem Haus vorwerfbar falsch gearbeitet wurde. Ohne den Vorgang im Detail zum jetzigen Zeitpunkt bewerten zu können, prüfen wir, ob das Verhalten eine  Pflichtverletzung darstellt. Die Glaubwürdigkeit des Hauses ist in jedem Fall beschädigt“ führt Bartels aus.

„Der  betreffende Mitarbeiter ist ab sofort vorsorglich vom Dienst freigestellt, bis die Vorwürfe geklärt sind. Ebenso haben wir noch heute mit der eigenen Aufklärung begonnen. Die Staatsanwaltschaft wurde vom Landrat  sofort informiert, auch der Mitarbeiter hat sich dort gemeldet“, so Lummitsch abschließend.“

 

 



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