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Unterwegs in einer besonderen Mission

Die Bahnhofs-Missionare aus Hameln und ganz Norddeutschland treffen sich in Hildesheim

 

Von Ralf Neite

 

Hameln/Hildesheim (wbn). Im April ist die Bahnhofsmission in eigener Mission unterwegs: Zum „Tag der Bahnhofsmission“ am 17. April in Hildesheim. Die frommen Helfer aus Hameln und ganz Norddeutschland sind ein Beispiel hervorragender ökumenischer Zusammenarbeit und haben so manchem Reisenden auch die Weichen für ein wertvolleres Leben gestellt.

 

100 Jahre gelebte Ökumene – dieses Jubiläum feiert die Bahnhofsmission. Damit ist sie eine der ältesten Einrichtungen in Deutschland, die von der evangelischen und der katholischen Kirche gemeinsam getragen wird. Das Jubiläumsjahr wird am Samstag, 17. April, mit einem „Tag der Bahnhofsmission“ eröffnet. Hildesheim gehört zu den zentralen Punkten: Hierhin führt eine Sternfahrt, an der Bahnhofsmissionen aus ganz Norddeutschland teilnehmen. Unter anderem aus Braunschweig, Bremen, Celle, Emden, Göttingen, Hameln, Hannover, Leer, Lüneburg, Oldenburg, Osnabrück und Uelzen kommen die Mitarbeiter der Bahnhofsmissionen in ihren unverkennbaren blauen Westen nach Hildesheim.

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 Um 11 Uhr werden sie vor dem Domizil der Hildesheimer Bahnhofsmission an Gleis 2 begrüßt, anschließend leitet Helmut Aßmann als Superintendent des Kirchenkreises Hildesheim-Sarstedt eine Andacht in der Bahnhofshalle. Dechant Wolfgang Voges, Bürgermeister Ekkehardt Palandt und Bahnmanager Detlef Kruse sprechen Grußworte. Im Mittelpunkt des weiteren Tagesprogramms steht eine Besichtigung der St.-Michaelis-Kirche. „Die Bahnhofsmissionen sind stolz darauf, dass sie vielerorts eine Praxis der Kooperation der Konfessionen aufgebaut haben, von der auch andere profitieren können“, sagt Christian Bakemeier, Bundesgeschäftsführer der Konferenz für Kirchliche Bahnhofsmission in Berlin.

Das  Jubiläumsjahr steht unter dem Motto „Grenzen überwinden“. „Das Bild von den Grenzen“, so Christian Bakemeier, „verweist auch auf die Barrieren, die zwischen Menschen in sozialer, kultureller oder persönlicher Hinsicht bestehen und die zu überwinden eine tägliche Herausforderung für die Arbeit am Bahnhof darstellt.“ Die Hildesheimer Bahnhofsmission in eine Einrichtung in Trägerschaft des Diakonischen Werks Hildesheim-Sarstedt. Im vorigen Jahr nahmen mehr 1400 Reisende die Unterstützung der Mitarbeiterinnen in Anspruch. Diese reicht von der Hilfe beim Umsteigen für Senioren bis zur „Sozialambulanz“ für Menschen mit sozialen und psychischen Schwierigkeiten: Im Jahr 2009 suchten 800 Menschen das intensive, seelsorgerische Gespräch.

 

 



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