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Im Foxtrott schnüren die Straßendiebe durch die ganze Republik

Die üble Masche der neuen Saison: Beim "Tanztrick" in der Fußgängerzone darf anschließend die Polizei antanzen...

Hameln/Köln (wbn). Vorsicht, wenn sich eine auffallend gut gelaunte Gruppe nähert: Es könnte der „Tanztrick“ sein. Ein Trick, bei dem das Opfer hinterher garantiert keine gute Laune hat.

In den Touristenzentren grassiert eine neue Gaunermasche. Scheinbar ausgelassen, gute Stimmung vortäuschend, tänzeln Männer auf ihr weibliches Opfer zu und treten der Frau scheinbar in guter Absicht zu nahe. In Wirklichkeit haben sie es nur auf Geld, Schmuck, Handy, Handtasche abgesehen. Damit die Angelegenheit unübersichtlich wird, sind es meist mehrere Täter. Die sind dann bei fetter Beute tatsächlich anschließend in Hochstimmung und verschwinden rasch von der "Tanzfläche“ auf der Straße. Anschließend darf dann die Polizei zum Protokoll antanzen…

 

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Hier ein Beispiel aus dem Kölner Polizeibericht, doch der Vorgang kann sich bundesweit, auch an den Touristenorten im Weserbergland, wiederholen. Denn die Gauner schnüren im Foxtrott durch die ganze Republik:   "Tanzleistung" wird nicht vom Wertungs-, sondern vom Haftrichter beurteilt:  In der Nacht zu Samstag (3. März) haben Polizisten in der Kölner Innenstadt einen Trickdieb (18) festgenommen. Der 18-Jährige hatte zuvor mit zwei noch unbekannten Komplizen einer jungen Kölnerin (22) das Handy gestohlen. Zwei aufmerksame Zeugen (20, 21) hatten den Diebstahl beobachtet und zusammen mit der Geschädigten die Polizei alarmiert.

Gegen 2.30 Uhr ging die 22-Jährige gemeinsam mit ihrem Begleiter (21) über den Zülpicher Platz. Dem Pärchen kamen drei Männer entgegen, die gut gelaunt und ausgelassen wirkten. Das Trio ging gezielt auf die Kölnerin zu und tanzte sie an. "Einer der drei Männer hat dann in die Jackentasche der Frau gegriffen und etwas gestohlen. Wir haben die Frau sofort angesprochen und zusammen mit ihr die Polizei alarmiert", so der 20-jährige Zeuge. Alarmierte Polizisten nahmen den Haupttäter wenig später am Hohenstaufenring fest.  Der "Tanztrick" ist der Polizei bereits bestens bekannt. Die Täter geben sich gut gelaunt, fröhlich und offen. Sie wirken dadurch auf ihre Opfer harmlos - was die "Langfinger" schamlos ausnutzen. Meistens nähert sich ein Dieb dem späteren Geschädigten mit tänzelnden Bewegungen.

Die normale Körperdistanz wird gezielt unterschritten und es folgen häufig Umarmungen. In dem Moment ist das Opfer abgelenkt, achtet gar nicht mehr auf seine Wertsachen. Der Tänzer oder einer seiner Komplizen nutzt diese Unaufmerksamkeit aus und greift in die fremde Tasche. Hohe finanzielle Verluste sind nicht selten der Fall. Der Bestohlene bemerkt den Diebstahl meist zu spät.  Das war - dank der beiden aufmerksamen Zeugen - in dieser Situation nicht der Fall.  Der Festgenommene ist der Polizei bereits einschlägig bekannt. Das zuständige Kriminalkommissariat 43 hat die Ermittlungen wegen Taschendiebstahl aufgenommen. Da der Täter keinen festen Wohnsitz in Deutschland hat, wurde er dem Haftrichter vorgeführt. Der schickte ihn in Untersuchungshaft.“

 

 



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