Kreisimkerverein Höxter entfernt Hornissennest von Kita-Gelände
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Mitten auf einem Kita-Gelände im Kreis Höxter haben Imker ein Nest der Asiatischen Hornisse entdeckt und entfernt. Das Nest befand sich im Wipfel eines Baumes auf dem Außengelände der Einrichtung. Der Kreisimkerverein Höxter rückte aus und beseitigte es mit Schutzausrüstung und einer Teleskoplanze.
Einsatz mit Schutzausrüstung und Spezialwerkzeug
Die Mitglieder des Kreisimkervereins Höxter traten den Einsatz dick verpackt an. Ohne vollständige Schutzkleidung ist die Arbeit an einem aktiven Hornissennest zu gefährlich. Mit einer Teleskoplanze erreichten die Imker das Nest im Baumwipfel. Die Höhe machte den Einsatz besonders anspruchsvoll.
Das Vorgehen ähnelt dem bei vergleichbaren Einsätzen in anderen Regionen. Erst wird die Außenhülle des Nestes entfernt, darunter kommen die Waben zum Vorschein. Das gesamte Nest wird anschließend gesichert und fachgerecht entsorgt.
Asiatische Hornisse: Eine invasive Art auf dem Vormarsch
Die Asiatische Hornisse stammt ursprünglich aus Südostasien und gilt in Europa als invasive Art. Sie ernährt sich vor allem von Honigbienen und anderen Bestäuberinsekten, was Bienenvölker und damit die Imkerei bedroht.
Die Art breitet sich bundesweit aus. Zwischen Januar und August 2025 wurden mehr als 900 Nester gemeldet, mehr als doppelt so viele wie im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Auch in Niedersachsen, in dessen unmittelbarer Nähe der Kreis Höxter liegt, wächst die Zahl der Sichtungen.
Warum Kita-Gelände besonders heikel sind
Kinder halten sich dort täglich im Freien auf. Hornissen reagieren empfindlich auf Erschütterungen und Lärm in der Nähe ihres Nestes. Eine schnelle Entfernung war deshalb notwendig.
Grundsätzlich muss nicht jedes Nest sofort entfernt werden. Befindet es sich jedoch in unmittelbarer Nähe von Menschen, besonders von Kindern, raten Fachleute zu einer raschen Beseitigung.
Imker übernehmen Verantwortung vor Ort
Der Kreisimkerverein Höxter ist kein Einzelfall. In vielen Regionen Deutschlands sind Imker inzwischen erste Ansprechpartner bei Hornissennest-Funden, da sie das Fachwissen und die Ausrüstung haben. Der Einsatz erfordert Erfahrung und Vorsicht.
In einigen Bundesländern übernehmen die öffentliche Hand oder die Länder bislang die Kosten für die Nestentfernung. Das könnte sich ändern. Fachleute weisen darauf hin, dass eine vollständige Eindämmung der Art gescheitert ist und die Asiatische Hornisse sich fest in Deutschland etabliert hat.
Schulungen für Imker als Antwort
Als Reaktion auf die Ausbreitung starten einzelne Bundesländer Schulungsprogramme für Imker. Ziel ist es, mehr Menschen mit dem richtigen Umgang mit der Art vertraut zu machen. Auch im Weserbergland ist die Sensibilisierung der Imkerverbände ein Thema.
Wer ein Nest der Asiatischen Hornisse entdeckt, sollte es melden. In Niedersachsen gibt es dafür offizielle Meldestellen. Eine eigenmächtige Entfernung ohne Schutzausrüstung ist nicht ratsam.
Lokaler Einsatz, überregionales Problem
Die Asiatische Hornisse hat sich in Deutschland etabliert. Kommunen, Imker und Behörden stehen vor der Frage, wie sie gemeinsam damit umgehen. Im Kreis Höxter hat der Kreisimkerverein bei dem Kita-Einsatz schnell und fachkundig gehandelt.



