Bayerischen Kollegen Unterstützung signalisiert

Nach dem Amoklauf in München: Innenminister Pistorius hatte umgehend verstärkte Sicherheitsvorkehrungen in Niedersachsen veranlasst

Montag 25. Juli 2016 - Hannover (wbn). Nach den furchtbaren Ereignissen in München mit zehn Toten hat der Niedersächsische Minister für Inneres und Sport, Boris Pistorius, seinem bayerischen Amtskollegen Joachim Herrmann schon im Laufe des Tat-Abends sein Mitgefühl und seine Anteilnahme auch im Namen des Landes Niedersachsen ausgedrückt.

Pistorius bezeichnete die Tat als feige und verabscheuungswürdig. Den verletzten Opfern wünschte der Minister schnellstmögliche Genesung. Gleichzeitig bot Innenminister Pistorius seinem Amtskollegen Herrmann an, dass auf Anforderung alle notwendigen Einsatzkräfte zur Verfügung gestellt würden. Pistorius zu dem Einsatz der bayerischen Kollegen: „Nach allem, was wir bisher wissen, haben die bayerischen Kollegen in einer nicht vorherzusehenden Situation hervorragend gearbeitet."

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Direkt nach dem Bekanntwerden der Tat hatte das Niedersächsische Innenministerium sofort die Sicherheitsvoraussetzungen erhöht. So wurden etwa alle Streifenwagenbesatzungen, aber auch alle anderen polizeilichen Einsatzkräfte, sensibilisiert.

Die Beamtinnen und Beamten wurden etwa angewiesen, ihre schweren Sicherheitswesten der Klasse 4 sowie die im Streifenwagen mitgeführten MP5 jederzeit griffbereit zu halten. Pistorius: „Diese und weitere Maßnahmen des Innenministeriums sind auch weiterhin noch in Kraft."

Ein weiteres Augenmerk lag am zurückliegenden Wochenende auf mehreren in Niedersachsen stattfindenden Großveranstaltungen, die jeweils von mehreren tausend Menschen besucht werden.

Hier wurden erhöhte Sicherheitsmaßnahmen getroffen, insbesondere durch höhere Polizeipräsenz. Das galt zum Beispiel für das „Deichbrand"-Festival in Cuxhaven, eine Open Air Veranstaltung des NDR in Wilhelmshaven oder die Aufführung der Oper „La Traviata" in Hannover.