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Unterwegs zwischen Holzminden und Paderborn:
NordWestBahn und Bundespolizei schulen Rollstuhlfahrer im Nahverkehr

Montag 25. Juli 2016 - Holzminden/Paderborn (wbn). Fahrscheinautomaten, Zivilcourage und Barrierefreiheit in der Praxis: Gemeinsam mit der Bundespolizei sind Vorstandsmitglieder vom Kreisverband Holzminden des Sozialverband Deutschland e.V. (SoVD) sowie betroffene Menschen mit eingeschränkter Mobilität kürzlich in der NordWestBahn (NWB) zwischen Holzminden und Paderborn unterwegs gewesen.

Das Eisenbahnunternehmen hatte sie zu einer Mobilitätsschulung eingeladen. Dabei gab es für die insgesamt zwölf Teilnehmer – darunter drei Rollstuhlfahrer – neben Tipps zum sicheren Verhalten im und am Zug, zur Vorsorge vor Taschendiebstahl und zur Bedienung des Fahrkartenautomaten auch hilfreiche Informationen zum Thema Barrierefreiheit.

(Zum Bild: Stichwort Barrierefreiheit: Wie gut es für Rollstuhlfahrer mit dem Ein- und Ausstieg in die Triebwagen klappt, konnten die Betroffenen nun in der Praxis testen. Dazu gab es hilfreiche Tipps vom Bahnunternehmen und der Bundespolizei. Foto: NordWestBahn)

 

 

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Auf der Bahnfahrt nach Paderborn gab die Bundespolizei Tipps zum richtigen Verhalten im Zug. Wie Betroffene sich bei Belästigung bemerkbar machen sollten, wie man mögliche Täter richtig beschreibt und das Gepäck sicher verstaut, zeigte Albert Holtkamp von der Bundespolizei in Paderborn. Außerdem erfuhren die Teilnehmer viel Wissenwertes über die Notruf-Sprechstellen und den sicheren Ein- und Ausstieg im Zug – auch für Menschen mit Behinderung.

Fahrscheinautomat bedienen, Fahrpläne richtig lesen

Nach einer kurzer Pause in Paderborn ging es auf den Rückweg nach Holzminden, hier  stellten sich die Teilnehmer den weiteren Eisenbahn-Themen: Wie löse ich am Fahrkartenautomaten das richtige Ticket? Wie lese ich einen Fahrplan? Wo melde ich mich, wenn ich Hilfe brauche? „Bahn fahren ist in den letzten Jahren immer einfacher und bequemer geworden, die Fahrzeuge bieten komfortable Einstiege, Fahrpläne sind vertaktet und leicht merkbar“, erklärt NWB-Sprecher Maik Seete.

Auf Anforderung ist ein Servicemitarbeiter vor Ort und hilft

Drei Teilnehmer der Schulung sind auf einen Rollstuhl angewiesen und weitere auf Gehhilfen und Rollatoren. Gerade sie müssen im öffentlichen Nahverkehr oft mit Besonderheiten kämpfen. Daher war das Thema Barrierefreiheit dann besonders wichtig. „Um den Fahrgästen eine komfortable Reise bieten zu können, freuen wir uns über eine vorherige Anmeldung“, so Maik Seete. So kann ein Servicemitarbeiter der NordWestBahn bereits bereitstehen, um den Reisenden, die auf einen Rollstuhl angewiesen sind, beim Einstieg zu helfen.

Hermann Schlieker vom SoVD freut sich über die gute Zusammenarbeit mit der NordWestBahn. „Das Thema Bahnfahren ist gerade für Menschen mit Behinderung ganz wichtig, oft sind sie auf Busse und Bahnen angewiesen. Wir können hier gemeinsam den Teilnehmern die Unsicherheit vor dem öffentlichen Nahverkehr nehmen und alle Fragen verständlich beantworten.“ Und er fügt hinzu: „Oft gibt es Stolpersteine, von denen die gesunden Menschen gar nichts erahnen können. Die Öffentlichkeit hier zu sensibilisieren, das war eines unserer Ziele“. Dies sei, so Schlieker, mit dieser Fahrt auch gelungen.

(Zum Bild unten: Mehrere Mitglieder des SoVD Kreisverband Holzminden haben an der Informations-Fahrt teilgenommen und sich so ein Bild von der aktuellen Situation für mobilitätseingeschränkte Personen machen können. Foto: NordWestBahn)

 

 



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