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Jetzt ist er auf dem Weg zur Tierärztlichen Hochschule

Zum Energietanken? Biber in erschöpftem Zustand an einer Tankstelle an der Bundesstraße 1 gestrandet

Sonntag 24. Februar 2019 - Bettmar (wbn). Im Jahre 1856 fast ausgerottet, ist der Biber wieder zurück in Niedersachsen.

Und heute Morgen wurde er sogar an der HEM-Tankstelle in Bettmar gesichtet, wie die Polizei von Bad Salzdetfurth vermeldet. Allerdings war das Tier erschöpft und verletzt. Wollte der kleine Niedersachse Energie tanken? Der Biber saß im Eingangsbereich zur Tankstelle bei der Bundesstraße 1 und wurde von der Angestellten der Tankstelle umsichtig aus der Gefahrenzone an der Bundesstraße bugsiert.

(Zum Bild: Einmal volltanken bitte! Biber an der HEM-Tankstelle in Bettmar an der B1. Foto: Polizei)

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Der Biber war an Schwanz und Hinterlauf verletzt. Er wird jetzt zur Begutachtung der Tierärztlichen Hochschule in Hannover zugeführt. Die Rückkehr der Biber ist ein erfreuliches Zeichen, vor allem für die Auenlandschaft in Norddeutschland.
Die seltenen "Baumeister" an Seen und Bächen werden auch an den Flussläufen im Weserbergland wieder heimisch und bereichern den „Naturpark Weserbergland“. In Deutschland sind etwa 25000 Biber registriert. Nachfolgend der Polizeibericht aus Bad Salzdetfurth: „Am Sonntagmorgen, um 06:30 Uhr traute die Angestellte der HEM-Tankstelle in Bettmar ihren Augen nicht, als im Eingangsbereich zur Tankstelle ein Biber saß. Nach ihren Angaben habe er sich auf die Straße geschleppt und machte dabei den Eindruck, als ob er verletzt gewesen sei. Um mögliche Unfälle mit dem Tier auf der Fahrbahn der anliegenden Bundesstraße 1 zu vermeiden, scheuchte die Frau den Biber vorsichtig wieder aufs Tankstellengelände, wo er bis zum Eintreffen der alarmierten Polizei aus Bad Salzdetfurth verharrte.

Bei der ersten Inaugenscheinnahme des Tieres schien es Verletzungen am platten Schwanz und an einem der Hinterläufe zu haben. Zudem wirkte der Biber apathisch, da er keinerlei Fluchtverhalten zeigte. Mit Unterstützung eines Landwirts und einer Tierschützerin aus der Gemeinde Schellerten konnte das Tier in eine Transportbox gelockt und nach telefonischer Absprache der Tierärztlichen Hochschule Hannover zugeführt werden, um den Biber nach möglichen Verletzungen untersuchen zu lassen. Wo das Tier dann anschließend heimisch werden könnte, ist derzeit nicht bekannt.“

(Zum Bild: Der Biber als Ökobaumeister. Foto: Gerhard Schwab / NABU)

 

 

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