Auslöser war sogenannte "häusliche Gewalt"

Nächtlicher Polizei-Einsatz: Schlägerei zwischen 15 Personen mit "Migrationshintergrund" in einer Wohnung - und "extremes Geschrei auf der Straße"

Dienstag 9. April 2019 - Nienburg (wbn). Drei Funkstreifenwagen-Besatzungen waren erforderlich um eine Schlägerei unter Kontrolle zu bringen, die in der zurück liegenden Nacht in einer Nienburger Wohnung angezettelt worden war.

Bei den 15 Beteiligten handelt es sich nach Angaben der Polizei um Personen „mit Migrationshintergrund“. Auch gegenüber den Polizisten hätten sie sich aggressiv verhalten.

 

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Auslöser der Gewalt sei die Tätlichkeit eines 19-Jährigen gegenüber dessen 19 Jahre alter Freundin gewesen.

Opfer und Täter hätten jeweils Verstärkung angefordert. Auch auf der Straße habe während des Einsatzes „extrem lautes Geschrei“ stattgefunden, teilt die Polizei mit.

Der Schläger, der auf seine 19 Jahre alte Freundin losgegangen war, ist aufgrund „häuslicher ‚Gewalt‘“ für vierzehn Tage aus der gemeinsamen Wohnung gewiesen worden.

Nachfolgend der Polizeibericht: „Am Montagabend, 08.04.2019, gegen 23.30 Uhr, alarmierte ein Bewohner der Hans-Böckler-Straße die Polizei, weil es in einer Nachbarwohnung zu einer Schlägerei mit über einem Dutzend Beteiligten komme.

Die drei eingesetzten Funkstreifenwagenbesatzungen fanden vor Ort etwa 15 männlichen Personen, alle mit Migrationshintergrund, vor, die sich auch den erkennbaren Polizeibeamten gegenüber sehr aggressiv und angriffslustig verhielten. Die Verständigung stellte sich aufgrund mangelnder Deutschkenntnisse bei den rivalisierenden Gruppen als sehr schwierig heraus.

Nach mehreren Gesprächen konnten die Polizeibeamten schließlich ermitteln, dass eine Häusliche Gewalt, begangen durch einen 19-jährigen gegenüber seiner ebenfalls 19-jährigen Freundin, der Auslöser für die Schlägerei gewesen ist. Nachdem das Opfer und daraufhin auch der Täter andere Personen um Hilfe und Unterstützung gerufen hatten, kam es innerhalb dieser Parteien zu den Auseinandersetzungen.

Sogar in Anwesenheit der Polizei gingen die Personen aufeinander los und konnten teilweise nur durch Anlegen von Handfesseln von weiteren Taten abgehalten werden. Während des gesamten Einsatzes herrschte auch auf der Straße ein extrem lautes Geschrei in einer von den Beamten nicht zu verstehenden Sprache.

Im Laufe der begangenen Körperverletzungen wurden drei Beteiligte in einem Krankenhaus behandelt. Der Täter für die Häusliche Gewalt wurde für 14 Tage aus der Wohnung gewiesen und darf sich in dem Zeitraum dort nicht mehr aufhalten. Ein bei ihm durchgeführter Atemalkoholtest ergab über 1,7 o/oo.“