Zahlreiche Taten im Hannoverschen Umland
Mutmaßliches Einbrecher-Trio festgenommen – die Täter hatten sich Beerdigungen zu Nutze gemacht

Freitag 10. Juli 2015 - Hannover (wbn). Sie sind schamlos in etliche Wohnungen eingebrochen, als die Bewohner gerade auf Beerdigungen um ihre Liebsten trauerten – jetzt hat die Garbsener Polizei drei dringend tatverdächtige Personen im Raum Hildesheim, Nienburg und Schaumburg festgenommen.

Die zwei 28 und 32 Jahre alten Männer und ihre 29-jährige mutmaßliche Komplizin werden verdächtigt, in den vergangenen Monaten insgesamt 23 Einbrüche im Hannoverschen Umland begangen zu haben. In allen Fällen hatten sie offenbar bewusst die Abwesenheit der Wohnungsinhaber aufgrund von Trauerfeiern ausgenutzt.

 

 

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Während die beiden Männer nach der Vorführung beim Richter direkt ihre Untersuchungshaft antreten mussten, wurde die 29-Jährige nach Angaben der Polizei „unter Auflagen“ wieder auf freien Fuß gesetzt.

 

Nachfolgend der Polizeibericht aus Hannover:

„Die Polizei in Garbsen hat zwei Männer (28 und 32 Jahre alt) und eine 29-jährige Frau festgenommen. Gegen alle drei wird wegen Verdachts des schweren Bandendiebstahls ermittelt.

Seit mehreren Monaten ermitteln die Staatsanwaltschaft Hannover und Beamte der Ermittlungseinheit Wohnungseinbruchdiebstahl (WED) in Garbsen in einer Reihe von Wohnungseinbruchdiebstählen, die im Zusammenhang mit Beerdigungen stehen. Akribische Auswertungen und Überprüfungen sowie der Austausch mit benachbarten Dienststellen führten die Polizisten schließlich auf die Spur des Trios. Im Zuge weiterführender, insbesondere auch verdeckter Maßnahmen, verdichtete sich der Tatverdacht gegen die drei.

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Hannover wurden beim Amtsgericht Hannover Haftbefehle beantragt. Am 24.06.2015 erfolgte die Festnahme der 29-Jährigen in einer Wohnung in Hildesheim, tags darauf nahmen Polizeibeamte den 32-Jährigen in einer Wohnung im Bereich Nienburg und vorgestern (08.07.2015) schließlich den 28-Jährigen in einer Schaumburger Wohnung fest. Im Rahmen weiterer polizeilicher Maßnahmen stellten die Ermittler umfangreiches Beweismaterial sicher - u.a. mutmaßliches Diebesgut. Einen Teil davon konnten sie eindeutig drei Taten in Barsinghausen zuordnen.

Das Trio steht derzeit im Verdacht, ab Mitte Februar 2015 insgesamt 23 Tageswohnungseinbrüche in der Landeshauptstadt, in Bückeburg, überwiegend jedoch im hannoverschen Umland (Barsinghausen, Ronnenberg, Wunstorf), begangen zu haben. In allen Fällen nutzten sie dabei Trauerfeierlichkeiten und die damit verbundene Abwesenheit der Bewohner schamlos aus.

Während die beiden Männer nach ihrer Richtervorführung in Untersuchungshaft gingen, wurde die 29 Jahre alte Tatverdächtige unter Auflagen wieder auf freien Fuß gesetzt. Die Ermittlungen dauern an.“