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Krebsinformationsdienst warnt in Corona-Zeiten:
Gesundheitliche Beschwerden nicht auf die leichte Schulter nehmen

Mittwoch 29. April 2020 - Heidelberg / Hameln (wbn). Arzttermine aus Furcht vor dem Coronavirus auf die lange Bank schieben? Davon rät der Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums ab.
Symptome und Schmerzen sollten ernst genommen und vom Arzt abgeklärt werden. In den meisten Fällen wird es sich nicht um eine schwerwiegende Erkrankung wie Krebs handeln. Wenn aber doch, dann ist es besser, sie möglichst früh zu erkennen und, wenn nötig, sofort zu behandeln – dies erhöht die Heilungschancen und wirkt sich positiv auf die Prognose aus.
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Die Gefahr, sich beim Arztbesuch mit dem Coronavirus anzustecken – sei es an der Rezeption, im Wartezimmer oder auch bei der Behandlung – ist inzwischen deutlich gesunken. Die Arztpraxen halten sich an die offiziellen Hygiene-, Schutz- und Abstandregeln und viele haben zudem ihre Praxisabläufe umorganisiert, so dass Begegnungen zwischen Patienten vermieden werden können.
Umso eindringlicher ist die Botschaft an alle mit akuten Beschwerden oder starke Schmerzen, aber auch leichteren Symptomen, die nicht innerhalb weniger Wochen verschwinden: Geht zum Arzt und lasst Euch untersuchen. Schwere Erkrankungen wie Schlaganfall, Herzinfarkt oder Krebs können so sicher ausgeschlossen oder aber im Ernstfall frühzeitig erkannt und behandelt werden. Das kann Menschenleben retten. Dr. Susanne Weg-Remers, Leiterin des Krebsinformationsdienstes des Deutschen Krebsforschungszentrums dazu: „Verlieren Sie keine Zeit, wenn Sie Symptome haben, die auf eine Krebserkrankung hinweisen könnten, beispielsweise eine fühlbare Verhärtung in der Brust. Suchen Sie Ihren Arzt auf.“

Wer auf Nummer sichergehen möchte, kann sich im Vorfeld telefonisch über die Corona-bedingten Vorkehrungen in der Praxis informieren. Bei der Gelegenheit können auch die Beschwerden schon mal dargelegt werden. Seit wann bestehen sie, welcher Art und wie stark sind sie? Das sind wichtige Anhaltspunkte für das weitere Vorgehen. „Aus Furcht vor einer Ansteckung zu Hause zu bleiben und im Falle einer ernsthaften Erkrankung dadurch eventuell wertvolle Zeit zu verlieren – davon ist dringend abzuraten“, betont Weg-Remers.
 

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