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Arbeitgeberseite wollte nach Pilotabschluss in Baden-Württemberg Tarifkonflikt riskieren

IG Metall im Weserbergland zeigt sich mit Tarifabschluss zufrieden

Samstag 28. Februar 2015 - Hameln/ Alfeld/ Hildesheim  (wbn). Die IG Metall im Weserbergland spricht von einem guten Tarifabschluss für die Beschäftigten in der niedersächsischen Metall- und Elektroindustrie. Das Ergebnis: 150 Euro Einmalzahlung, 3,4 Prozent mehr Entgelt ab 1. April 2015, Tarifvertrag zur Altersteilzeit, Einstieg in die Bildungsteilzeit geschafft.

Nach schwierigen Verhandlungen ist die Tarifrunde für die Beschäftigten in der niedersächsischen Metall- und Elektroindustrie am Freitag erfolgreich abgeschlossen worden. Noch in dieser Woche hatte NiedersachsenMetall einen bundesweiten Alleingang in Aussicht gestellt. Man habe bei der Abstimmung im Arbeitgeberlager gegen die Übernahme des Pilotabschlusses aus Baden-Württemberg gestimmt.


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Offenbar habe es bei NiedersachsenMetall Überlegungen gegeben, einen Tarifkonflikt zu riskieren. „In Niedersachsen gilt: Ohne Warnstreiks bewegt sich NiedersachsenMetall nicht“, beschreibt Uwe Mebs, erster Bevollmächtigter, eine aus seiner Sicht bestehende Konstante der hiesigen Tarifverhandlungen. „Tarifverhandlungen werden also im Verhandlungslokal und auf der Straße geführt.“ Deshalb hatte die IG Metall Ende Januar unmittelbar nach dem Ende der Friedenspflicht die Beschäftigten in der Metallindustrie zu Warnstreiks aufgerufen. „An den 71 Warnstreiks beteiligten sich mehr als 5400 Metallerinnen und Metaller“, zieht Uwe Mebs eine erste Bilanz zur Tarifrunde 2015.

Für die Monate Januar, Februar und März 2015 erhalten die Arbeitnehmer je 50 € als Einmalbetrag. Auszubildende erhalten für den Zeitraum eine Einmalzahlung in Höhe von 55 Euro. Die Entgelte steigen tabellenwirksam ab dem 1. April um 3,4 Prozent. Der Entgelttarifvertrag endet am 31. März 2016. „Die Arbeitnehmer haben spürbar mehr Geld in der Tasche“, bewertet Uwe Mebs den erreichten Kompromiss in Sachen Entgelt und stellt klar: „Die Unternehmen werden durch die Entgelterhöhung nicht überfordert.“ Die Reallohnsteigerung werde die Kaufkraft der hiesigen Arbeitnehmer erhöhen. Damit profitiere auch die Region Alfeld, Hameln und Hildesheim von dem Tarifabschluss in der Metallindustrie.

Laufzeit des Tarifvertrages endet am 31.12.2021

Mit dem Ergebnis zur tariflichen Altersteilzeit sei die IG Metall zufrieden. „Weiterhin haben 4 Prozent der Beschäftigten eines Unternehmens einen tarifvertraglichen Anspruch auf Altersteilzeit“, so Uwe Mebs weiter. „Der Tarifvertrag enthält Regelungen für belastete Arbeitnehmer und garantiert einen allgemeinen Anspruch der Arbeitnehmer.“ Zudem sei ein weiteres tarifpolitisches Teilziel der IG Metall erreicht worden. Für Arbeitnehmer, die auf Grund ihrer Tätigkeit in den unteren Entgeltgruppen eingruppiert sind, werden bei den Aufstockungsbeträgen während der Altersteilzeit besser gestellt als bisher. Die Laufzeit des Tarifvertrages endet am 31.12.2021.

„Der Abschluss des Tarifvertrages zur Bildungsteilzeit ist ein wichtiger Schritt, um die Beschäftigungsfähigkeit der Arbeitnehmer zu erhöhen und die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen zu stärken“, kommentiert Uwe Mebs die Einigung. „Die bisherige Verweigerungshaltung der Arbeitgeber ist kaum nachvollziehbar.“ Sie sei nur zu erklären, wenn man bedenkt, dass die Arbeitgeber das Ziel hatten, wie bisher allein über die berufliche Entwicklung der Beschäftigten in ihren Unternehmen zu entscheiden.“

Der Tarifvertrag sehe vor, den Arbeitnehmern eine „nicht geförderte“ oder eine „geförderte“ Bildungsteilzeit zu ermöglichen. Die konkrete Ausgestaltung dieser Modelle werde auf Basis des Tarifvertrages in Betriebsvereinbarungen vorgenommen. Uwe Mebs ist sich sicher: „Unternehmen, die den Tarifvertrag offensiv nutzen, werden nicht die Verlierer im Wettbewerb sein.“

„Der Tarifabschluss findet bei unseren Mitgliedern breite Zustimmung. Die Entgelterhöhung passt“, bewerten die beiden Bevollmächtigten Uwe Mebs und Mathias Neumann das Gesamtergebnis der Tarifverhandlungen. „Die tarifliche Altersteilzeit ermöglicht es einen Teil der Arbeitnehmer dem unsäglichen Renteneintrittsalter zu entkommen. Mit der Bildungsteilzeit wird man in der Tarifpolitik den Anforderungen der Wissensgesellschaft ein Stück weit gerecht.“

Archiv-Hinweis der Redaktion

Beachten Sie bitte zum Thema auch folgende jederzeit aufrufbare WBNachrichten-Videos:

Nachrichten-Video AdU-Sprecher Lohmann zur Streikaktion (hier klicken)

Nachrichten-Video IG Metall-Aktionstag 2015 (hier klicken)

 

 

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