Stadthagen benennt Platz nach KZ-Opfer Clara Asch
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Der Stadtrat Stadthagen hat am 7. September 2026 einen neuen Gedenkort beschlossen. Das Areal hinter und neben dem Alten Rathaus trägt künftig den Namen „Clara-Asch-Platz“. Die Benennung erinnert an eine jüdische Stadthägerin, die während der NS-Zeit in einem Konzentrationslager ermordet wurde. Rot und Grün stimmten für den Beschluss. Die CDU votierte dagegen.
Erinnerung an eine ermordete Mitbürgerin
Clara Asch war eine jüdische Bürgerin aus Stadthagen. Sie wurde in der Zeit des Nationalsozialismus deportiert und in einem Konzentrationslager getötet. Ihr Schicksal steht stellvertretend für viele jüdische Opfer aus der Region. Mit der Platzbenennung will die Stadt ein sichtbares Zeichen setzen. Der Ort soll an das Leid der jüdischen Bevölkerung in Stadthagen erinnern.
Die Initiative ging von der rot-grünen Ratsmehrheit aus. SPD und Grüne setzten die Benennung gemeinsam durch. Der Beschluss fiel in der öffentlichen Ratssitzung am 7. September 2026.
Streit über die Standortwahl
Die CDU stimmte gegen den Beschluss. Ihre Kritik richtet sich nicht gegen das Gedenken selbst. Die Christdemokraten halten den gewählten Standort für ungeeignet und sprechen sich für einen anderen Ort in der Stadt aus. Über diese Frage wurde im Rat kontrovers diskutiert.
Die Mehrheit setzte sich dennoch durch. Der Platz am Alten Rathaus wurde als Gedenkort festgelegt. Dort soll künftig an Clara Asch und die jüdischen Opfer der NS-Zeit in Stadthagen erinnert werden.
Weitere Gestaltung noch offen
Nach der offiziellen Widmung soll der Platz weiterentwickelt werden. Die SPD Stadthagen hat angekündigt, Ideen und Konzepte zur Gestaltung zu sammeln. Wie der Platz konkret aussehen soll, ist noch nicht festgelegt. Die Planung beginnt nach dem formalen Beschluss.
Fazit
Mit der Benennung des Clara-Asch-Platzes erhält Stadthagen einen festen Gedenkort im Stadtbild. Der politische Streit über den Standort zeigt, dass Erinnerungskultur konkrete Entscheidungen über öffentlichen Raum und politische Mehrheiten berührt. Wie der Platz gestaltet wird, ist Aufgabe der kommenden Monate.



