Wirtschaft

Tennet plant 15-Hektar-Umspannwerk bei Vörden: Anwohner besorgt

Hinweis: Das Beitragsbild wurde mit künstlicher Intelligenz erzeugt.

Im Kreis Höxter plant der Übertragungsnetzbetreiber Tennet den Bau eines Umspannwerks bei Vörden in der Stadt Marienmünster. Das Areal soll rund 15 Hektar umfassen. Bei einer Informationsveranstaltung stellte Tennet neue Details vor. Die Reaktionen der Bürger zeigen: Die Akzeptanz für das Projekt ist längst nicht gesichert.

Warum das Umspannwerk gebaut werden soll

Das Stromnetz im Kreis Höxter stößt an seine Grenzen. Immer mehr Windräder und Solaranlagen speisen Strom ins Netz ein. Die vorhandene Infrastruktur kann diese Mengen nicht mehr zuverlässig aufnehmen und weiterleiten. Tennet muss deshalb investieren. Das geplante Umspannwerk bei Vörden soll diese Engpässe beseitigen. Auch neue Trassen sind Teil der Planung.

Der Kreis Höxter besteht aus zehn Städten. Die Region ist ländlich geprägt und gilt als wichtiger Standort für erneuerbare Energien in Ostwestfalen-Lippe. Der Ausbau der Netzinfrastruktur ist Voraussetzung dafür, dass der erzeugte Strom abtransportiert werden kann.

Die Sorgen der Anwohner

Auf der Informationsveranstaltung meldeten sich Bürgerinnen und Bürger aus der Region zu Wort. Ihre Bedenken ähneln denen, die aus anderen Regionen Deutschlands bekannt sind. Aus vergleichbaren Projekten, etwa im Kreis Steinburg in Schleswig-Holstein, sind Befürchtungen zu elektromagnetischer Strahlung, Lärm und sinkenden Immobilienpreisen dokumentiert.

Wertverlust bei Grundstücken und Häusern

Viele Eigentümer in der Nähe des geplanten Standorts befürchten, dass ihre Immobilien an Wert verlieren. Ein 15 Hektar großes Industriebauwerk in der Landschaft verändert das Ortsbild dauerhaft. Ob und in welchem Umfang tatsächlich Wertverluste eintreten, lässt sich vor Baubeginn schwer belegen.

Elektromagnetische Felder und Lärm

Ein weiteres Thema ist die Belastung durch elektromagnetische Felder. Umspannwerke erzeugen solche Felder im Betrieb. Gesetzliche Grenzwerte legen fest, wie hoch diese Belastung maximal sein darf. Hinzu kommt der Betriebslärm. Transformatoren summen kontinuierlich. Für Anwohner in unmittelbarer Nähe kann das zur Dauerbelastung werden.

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Was die Bürger nicht ansprechen

Berichte über die Veranstaltung weisen auf einen auffälligen Befund hin. Bestimmte Themen kamen in der Diskussion kaum zur Sprache, darunter die Frage der Netznotwendigkeit selbst. Die meisten Anwesenden zweifelten offenbar nicht grundsätzlich daran, dass ein solches Projekt gebraucht wird. Der Streit dreht sich vor allem um den konkreten Standort und die Auswirkungen auf die unmittelbare Nachbarschaft.

Sicherheit als kaum beachtetes Thema

Umspannwerke gelten als kritische Infrastruktur. Bundesweit haben mutmaßliche Sabotageakte an Netzanlagen zuletzt für Aufmerksamkeit gesorgt. Die Ermittlungsbehörden gehen in mehreren Fällen von vorsätzlichen Taten aus. Wie neue Großanlagen vor solchen Angriffen geschützt werden sollen, wurde bei der Veranstaltung in Marienmünster nach verfügbaren Informationen nicht thematisiert.

Wie es jetzt weitergeht

Tennet hat die Planungen konkretisiert, ein Baubeginn steht aber noch nicht fest. Das Projekt muss formale Genehmigungsverfahren durchlaufen. Dabei haben Bürgerinnen und Bürger sowie Behörden die Möglichkeit, Einwände vorzubringen. Die Stadt Marienmünster und der Kreis Höxter sind als Träger öffentlicher Belange eingebunden.

Neben dem Umspannwerk selbst rücken laut Tennet weitere Großprojekte in der Region näher. Welche das konkret sind, hat das Unternehmen bislang nicht vollständig offengelegt.

Fazit

Das geplante Umspannwerk bei Vörden ist technisch notwendig, um den Ausbau erneuerbarer Energien im Kreis Höxter zu ermöglichen. Die Sorgen der Anwohner sind konkret und nachvollziehbar. Tennet muss Transparenz schaffen und die Beteiligung der Bevölkerung ernst nehmen. Das Genehmigungsverfahren wird zeigen, wie diese Abwägung ausgeht.

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