Weserpegel auf Allzeittief: Kreis Höxter verhängt Entnahmeverbot
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Am Pegel Höxter-Corvey hat die Weser am 13. August 2026 einen Wert von nur noch 52 Zentimetern gemessen. Das ist der niedrigste Stand seit Beginn der Aufzeichnungen. Die Kreisverwaltung Höxter reagiert mit einem Entnahmeverbot für Oberflächenwasser und appelliert an die Bevölkerung, kein Trinkwasser zur Gartenbewässerung zu nutzen.
Historischer Tiefstand an der Weser
Noch vor wenigen Tagen galt die 60-Zentimeter-Marke als kritische Schwelle. Diese wurde am Pegel Corvey bereits unterschritten, seitdem ist der Pegel weiter gefallen. Der Messwert vom 13. August 2026 liegt bei 52 Zentimetern. Ein solcher Wert wurde an dieser Messstelle bislang nie verzeichnet.
Auch in Beverungen meldeten die Messstationen in dieser Woche extrem niedrige Pegelstände. Die Oberweser liegt damit auf einem Niveau, das mit dem Niedrigwasser des Rheins vergleichbar ist.
Entnahmeverbot gilt für alle Oberflächengewässer
Die Kreisverwaltung Höxter hat ein Verbot zur Wasserentnahme aus Oberflächengewässern erlassen. Betroffen sind die Weser und ihre Nebenflüsse, darunter die Nethe. Die Nethe ist 50,4 Kilometer lang, entspringt in der Egge und mündet südlich von Höxter in die Weser.
Das Verbot gilt für private Gartenbesitzer ebenso wie für landwirtschaftliche Betriebe. Wer Wasser aus Flüssen oder Bächen entnimmt, verstößt gegen geltendes Wasserrecht. Die Kreisverwaltung weist ausdrücklich darauf hin, dass Verstöße geahndet werden können.
Auch Trinkwasser soll geschont werden
Die Behörde appelliert an alle Haushalte im Kreis Höxter, kein Trinkwasser zur Gartenbewässerung zu verwenden. Hintergrund ist die anhaltende Trockenheit. Die Grundwasserspiegel in der Region sind durch fehlende Niederschläge stark gesunken. Eine Entspannung der Lage ist derzeit nicht absehbar.
Lage an Nethe und anderen Nebenflüssen ebenfalls kritisch
Auch die Nebenflüsse im Kreis Höxter führen deutlich weniger Wasser als üblich. Das betrifft die Nethe ebenso wie kleinere Bäche in der Region. Niedrige Wasserstände verringern den Lebensraum für Fische und andere Wassertiere. Auch die Selbstreinigungskraft der Gewässer sinkt bei geringen Wassermengen erheblich.
Landwirte in der Region stehen vor einem doppelten Problem: Felder und Weiden leiden unter der Trockenheit, und zur Bewässerung dürfen sie kein Wasser aus den Flüssen entnehmen.
Kreisverwaltung mahnt zur Vorsicht
Die Verwaltung des Kreises Höxter hat die Bevölkerung um verantwortungsvollen Umgang mit Wasser gebeten. Konkret bedeutet das den Verzicht auf das Befüllen von Pools, die Bewässerung großer Rasenflächen und den Betrieb von Gartensprenglern. Jeder Liter zähle, so die Botschaft der Behörde.
Wann sich die Lage entspannen wird, ist offen. Verlässliche Regenfälle sind für die kommenden Tage nicht in Aussicht.
Fazit
Der Weserpegel bei Höxter-Corvey hat mit 52 Zentimetern einen Rekordtiefstand erreicht. Das Entnahmeverbot der Kreisverwaltung ist eine direkte Reaktion auf diese Lage. Für die Menschen im Kreis Höxter bedeutet das konkrete Einschränkungen im Alltag.



