Politik

Zehn Bürgermeister fordern Stellenabbau bei Kreis Höxter

Hinweis: Das Beitragsbild wurde mit künstlicher Intelligenz erzeugt.

Ein ungewöhnlich geschlossenes Signal kommt aus dem Kreis Höxter: Alle zehn Bürgermeister der kreisangehörigen Städte und Gemeinden haben einen gemeinsamen Brief an Landrat Michael Stickeln geschickt. Darin fordern sie den Abbau von Stellen in der Kreisverwaltung. Der politische Druck auf die Verwaltungsspitze ist damit erheblich.

Gemeinsamer Protest der Rathauschefs

Dass alle zehn Bürgermeister eines Kreises geschlossen an ihren Landrat schreiben, ist kein alltäglicher Vorgang. Das Schreiben hat den Charakter eines Brandbriefs. Die Bürgermeister treten parteiübergreifend auf. Ihr zentrales Anliegen: Die Kreisverwaltung beschäftigt aus ihrer Sicht zu viel Personal.

Zu den Unterzeichnern gehört auch Daniel Hartmann, parteiloser Bürgermeister der Kreisstadt Höxter. Hartmann wurde bei der Kommunalwahl 2025 in seinem Amt bestätigt. Er ist seit 2020 hauptamtlicher Bürgermeister in Höxter.

Hintergrund: Finanzdruck auf die Kommunen

Der Kreis Höxter steht wie viele Kommunen in Nordrhein-Westfalen unter erheblichem Finanzdruck. Die Städte und Gemeinden zahlen die Kreisumlage, mit der sie einen großen Teil der Kreisaufgaben finanzieren. Steigen die Kosten des Kreises, steigt auch die Belastung für die Kommunen. Genau das kritisieren die Bürgermeister.

Hohe Personalkosten gelten als wesentlicher Kostentreiber in Kreisverwaltungen. Die Forderung nach Stellenabbau ist deshalb auch eine Forderung nach Entlastung der eigenen Haushaltskassen.

Kreisumlage als Streitpunkt

Die Kreisumlage ist ein klassischer Konfliktpunkt zwischen Kreisen und ihren Kommunen. Die Bürgermeister müssen ihre eigenen Haushalte konsolidieren und sehen sich gleichzeitig steigenden Zahlungen an den Kreis gegenüber. Dieser Widerspruch treibt den Protest an.

Landrat Stickeln in der Pflicht

Der Brief richtet sich an Landrat Michael Stickeln, der nun Stellung nehmen muss. Eine geschlossene Front aller Bürgermeister ist politisch kaum zu ignorieren. Die Kreisverwaltung wird erklären müssen, wie sie mit der Forderung umgeht.

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Ob und in welchem Umfang Stellen abgebaut werden können, hängt von tariflichen Bindungen, gesetzlichen Pflichtaufgaben und laufenden Verträgen ab, die den Handlungsspielraum einschränken. Der gemeinsame Brief signalisiert dennoch: Die Geduld der Kommunalpolitiker ist am Ende.

Fazit

Der Brandbrief der zehn Bürgermeister setzt die Kreisverwaltung Höxter unter Zugzwang. Parteiübergreifende Einigkeit auf dieser Ebene ist selten. Wie Landrat Stickeln reagiert, wird die kommunalpolitische Debatte im Kreis Höxter in den kommenden Wochen bestimmen.

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