Sport

Schutzkonzepte gegen Gewalt: Vereine im Kreis Höxter gefordert

Gewalt im Sport ist kein Randphänomen. Im Kreis Höxter wächst der Druck auf Sportvereine, verbindliche Schutzkonzepte einzuführen. Eine Informationsveranstaltung in Kooperation mit dem Forum Anja Niedringhaus greift das Thema gezielt auf.

Veranstaltung richtet sich an Vereine und Ehrenamtliche

Am Donnerstag, 27. November, um 19.30 Uhr findet eine thematische Abendveranstaltung statt. Referentin Anja Schültke steht im Mittelpunkt des Abends. Sie beleuchtet Formen sexualisierter und interpersonaler Gewalt im Sport. Dabei zeigt sie konkrete Problemlagen auf. Außerdem spricht sie über notwendige Schutzkonzepte für Vereine.

Die Veranstaltung richtet sich an Vereine, Ehrenamtliche und pädagogische Fachkräfte. Auch alle anderen Interessierten sind eingeladen. Der Kreis Höxter ist der flächengrößte Landkreis Nordrhein-Westfalens. Ehrenamtliches Engagement in Vereinen gilt dort als unverzichtbare Grundlage des sozialen Zusammenhalts.

Das Gewaltometer: eine Skala für Grenzen

Ein zentrales Instrument in der Präventionsarbeit ist das sogenannte Gewaltometer. Es handelt sich um eine Skala. Sie zeigt klar, welches Verhalten in Ordnung ist. Und sie zeigt, ab wann Gewalt beginnt.

Der Literaturkurs des Beruflichen Gymnasiums Wirtschaft und Verwaltung in Höxter hat das Gewaltometer bereits öffentlich vorgestellt. Bei einer Kundgebung auf dem Marktplatz präsentierte die Gruppe das Werkzeug eindrücklich. Die Gewaltometer liegen in der Schule kostenlos zum Mitnehmen aus.

Auch auf Brötchentüten im Kreis Höxter wird die Botschaft verbreitet. Die ungewöhnliche Aktion soll möglichst viele Menschen im Alltag erreichen.

Breites Bündnis setzt Zeichen in Orange

Hinter der Präventionsarbeit steht ein breites lokales Bündnis. Der Zonta Club Höxter ist beteiligt. Ebenso der Arbeitskreis gegen Gewalt an Frauen. Die Gleichstellungsbeauftragten des Kreises arbeiten mit. Hinzu kommen die Drums-Alive-Gruppe des HLC, der Verein MARAH e.V. sowie die Gruppe KraftArt.

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Bei der Kundgebung auf dem Höxteraner Marktplatz setzten alle Beteiligten gemeinsam ein sichtbares Zeichen in Orange. Die Farbe steht weltweit für die Kampagne gegen Gewalt an Frauen und Kindern.

Schutzkonzepte: Was Vereine konkret tun können

Vereine stehen vor der Frage, wie sie ihre Mitglieder wirksam schützen. Klare Verhaltensregeln sind ein erster Schritt. Ein Verhaltenskodex legt fest, welches Verhalten toleriert wird. Er benennt Konsequenzen bei Verstößen.

Anja Schültke zeigt in ihrer Präsentation auf, wo typische Problemlagen entstehen. Besonders der Umgang mit Kindern und Jugendlichen erfordert klare Strukturen. Trainer, Betreuer und Ehrenamtliche tragen dabei besondere Verantwortung.

Im Kreis Höxter sind Vereine und Institutionen eng mit dem gesellschaftlichen Leben verknüpft. Das macht Prävention vor Ort besonders wirksam. Lokale Netzwerke können schnell reagieren und Betroffene direkt unterstützen.

Fazit

Der Kreis Höxter zeigt, wie Prävention gegen Gewalt im Sport funktionieren kann. Vereine, Schulen, Ehrenamtliche und Gleichstellungsbeauftragte arbeiten zusammen. Werkzeuge wie das Gewaltometer machen das Thema greifbar. Wer aktiv werden will, findet in der Region konkrete Anlaufstellen und Unterstützung.

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