Tündernsee: Kiesteiche bei Hameln werden 2035 zum Freizeitareal
Bei Tündern vor den Toren Hamelns wächst ein Freizeitprojekt heran. Die dortigen Kiesteiche sollen bis zum Jahr 2035 zu einem zusammenhängenden Naherholungsgebiet verbunden werden. Das Tündernseefest am 13. Juni hat gezeigt: Die Region interessiert sich für das Vorhaben.
Kiesteiche als Ausgangspunkt
Die Kiesteiche bei Tündern prägen die Landschaft südlich von Hameln. Bisher sind die Gewässer voneinander getrennt. Der Plan sieht vor, die einzelnen Seen zu einem großen Verbund zusammenzuschließen. Das Ergebnis soll ein weitläufiges Naherholungsgebiet sein. Ein konkretes Fertigstellungsdatum steht fest: 2035.
Das Tündernseefest bot Besucherinnen und Besuchern Gelegenheit, die Natur direkt zu erleben. Die Veranstaltung fand direkt an den Kiesteichen statt. Sie machte das langfristige Projekt einem breiteren Publikum bekannt.
Naherholung im Weserbergland gewinnt an Gewicht
Naherholungsgebiete an Gewässern haben in der Region Tradition. Die Godelheimer Seenplatte im Kreis Höxter etwa bietet Spielplätze, einen Skaterpark, ein Volleyballfeld, Gastronomie und einen Wohnmobilhafen. Sie zeigt, was aus ehemaligen Kiesabbaugebieten werden kann.
Das Weserbergland arbeitet derzeit auch an einem neuen Tourismuskonzept. Ziel ist eine klarere Positionierung der Region. Ein attraktives Naherholungsgebiet bei Hameln würde in diese Strategie passen.
Kiesabbau und Umnutzung: ein bekanntes Muster
Die Umwandlung von Kiesgruben in Freizeitflächen ist kein Einzelfall. In verschiedenen Regionen Deutschlands entstehen auf diese Weise Seen mit Badestellen, Rad- und Wanderwegen sowie Naturschutzflächen. Der Kiesabbau bei Tündern läuft noch. Mit seinem Ende rückt die geplante Umgestaltung näher.
Bis zur Fertigstellung bleiben rund neun Jahre. Die Planungen laufen. Konkrete Details zu Ausstattung und Umfang des künftigen Gebiets sind bislang nicht vollständig öffentlich bekannt.
Was das Projekt für Hameln bedeutet
Hameln verfügt über Naherholungsangebote entlang der Weser. Ein großes Seenareal im Süden der Stadt würde das Angebot deutlich erweitern. Familien, Radfahrer und Naturfreunde hätten einen weiteren Anlaufpunkt vor Ort.
Das Tündernseefest hat gezeigt, dass das Interesse an dem Ort bereits heute vorhanden ist. Veranstaltungen in der Natur schaffen Bindung an einen Ort. Das kann dem späteren Naherholungsgebiet zugutekommen.
Fazit
Das Projekt an den Tündernschen Kiesteichen ist langfristig angelegt. 2035 soll ein großes Naherholungsgebiet bei Hameln fertig sein. Das Tündernseefest hat das Vorhaben sichtbar gemacht. Bis zur Umsetzung braucht es Geduld. Das Potenzial des Geländes ist aber schon heute erlebbar.