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Großalarm bei Reintjes: Feuerwehr Hameln probt den Ernstfall

Am Freitagabend, dem 3. August 2007, wurden zahlreiche Feuerwehrkräfte zu einem Brandeinsatz in die Eugen-Reintjes-Straße in Hameln alarmiert. Was zunächst wie ein echter Großeinsatz wirkte, entpuppte sich schnell als streng geheim gehaltene Alarmübung. Ziel war es, die Koordination und Einsatzbereitschaft zahlreicher Ortsfeuerwehren im Ernstfall zu testen – unter realitätsnahen Bedingungen und mit voller Besetzung.


Alarmiert wie im Ernstfall – Auslösung durch Brandmeldeanlage

Den Auftakt zur Übung bildete das automatische Auslösen der Brandmeldeanlage der Firma Reintjes GmbH, einem Hersteller von Schiffsgetrieben. Die Nachrichtenzentrale der Feuerwache empfing das Signal gegen 18:34 Uhr. Während sich der Löschzug der Hauptberuflichen Wachbereitschaft (HWB) bereits auf dem Weg zum Einsatzort befand, meldeten sich parallel mehrere Personen telefonisch, um einen ausgedehnten Brand in der Tischlerei des Unternehmens zu melden – ebenfalls Teil des geplanten Szenarios.

Daraufhin wurde um 18:37 Uhr eine Nachalarmierung durchgeführt: Die beiden Alarmschleifen der Freiwilligen Feuerwehr Hameln – also die gesamte Ortsfeuerwehr – wurden zusätzlich in Marsch gesetzt.


Koordinierter Einsatz zahlreicher Ortswehren

Vor Ort angekommen, informierten die Übungsleiter die ersten eintreffenden Kräfte der HWB darüber, dass es sich um eine Übung handelt. In der Folge wurden zur Unterstützung insgesamt elf weitere Ortsfeuerwehren über Sirene und Funkmeldeempfänger alarmiert: Afferde, Hilligsfeld, Haverbeck, Halvestorf, Wehrbergen, Welliehausen, Unsen, Holtensen, Hastenbeck, Tündern und Klein Berkel.

Diese wurden auf dem weitläufigen Firmengelände in unterschiedlichen Abschnitten eingesetzt. Der Fokus der Übung lag auf der Menschenrettung unter schwerem Atemschutz sowie der Brandbekämpfung mit mehreren Rohren. Zudem wurde eine umfassende Wasserversorgung aufgebaut.


Erfolgreicher Ablauf und positive Bilanz

Über die Drehleiter sowie durch den Innenangriff konnten alle simulierten Verletzten aus dem Gebäude gerettet und zu einem Verletztensammelplatz gebracht werden. Die Polizei sperrte währenddessen die Fluthamelstraße für den Verkehr, um einen reibungslosen Ablauf zu ermöglichen.

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Nach rund einer Stunde beendete Einsatzleiter Claus Hahn – der neue Stadtbrandmeister von Hameln – die Übung. Unterstützt wurde er von seinen beiden ebenfalls neu gewählten Stellvertretern Friedrich-Wilhelm Thies (Afferde) und Gerhard Rathing (Hastenbeck), die jeweils als Abschnittsleiter fungierten.

Die Alarmübung wurde von allen Beteiligten als wichtiger und erfolgreicher Belastungstest gewertet, der die Einsatzfähigkeit und Zusammenarbeit der Feuerwehren im Stadtgebiet eindrucksvoll unter Beweis stellte.

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