Rasenpflege-Streit in Eschershausen zieht Ermittler an
Ein Streit ums Rasenmähen hat in Eschershausen eine handfeste politische Krise ausgelöst. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen den stellvertretenden Stadtdirektor Andreas Fischer von der Wählergemeinschaft. Ausgelöst hat den Konflikt die Frage, wer die Grünpflege im Jahnstadion übernehmen darf.
Sportverein gegen Stadtverwaltung
Im Mittelpunkt des Streits steht das Jahnstadion in Eschershausen. Die Fußballabteilung des MTSV Eschershausen und die Stadtverwaltung sind über die Zuständigkeit für die Rasenpflege in Konflikt geraten. Die Fronten sind dabei hart verhärtet.
Polizei und Staatsanwaltschaft haben Ermittlungen aufgenommen. Im Fokus steht Andreas Fischer, der stellvertretende Stadtdirektor. Er gehört der Wählergemeinschaft an. Details zu den konkreten Vorwürfen gegen ihn sind öffentlich bislang nicht bekannt.
Der MTSV geht in dem Streit noch weiter. Die Fußballabteilung des Vereins fordert die Entlassung von Bürgermeister Friedhelm Bandke als Ehrenvorsitzenden. Das zeigt, wie tief der Riss zwischen Verein und Verwaltung inzwischen geht.
Stadtdirektor spricht von beschädigtem Ansehen
Stadtdirektor Kumlehn hat sich klar positioniert. Er spricht von einem beschädigten Ansehen der Stadt Eschershausen. Der Streit sei längst kein interner Verwaltungsvorgang mehr. Er habe die gesamte Öffentlichkeit erreicht.
Die FDP hat die Lage zum Anlass genommen, personelle Konsequenzen zu fordern. Die Partei verlangt den Rücktritt von Bürgermeister Bandke und stellvertretendem Stadtdirektor Fischer. Beide haben diesen Forderungen eine klare Absage erteilt. Sie lehnen einen Rücktritt ab.
Bürgermeister Bandke unter Druck
Bürgermeister Friedhelm Bandke steht damit von zwei Seiten unter Druck. Der Sportverein MTSV drängt auf seinen Rückzug als Ehrenvorsitzender. Die FDP fordert seinen Rücktritt als Bürgermeister. Bandke hält an seinem Amt fest.
Auch Fischer bleibt im Amt. Das Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft läuft gegen ihn, ein rechtskräftiges Urteil gibt es nicht. Die Unschuldsvermutung gilt.
Kleinstädtischer Konflikt mit großer Wirkung
Eschershausen ist eine Kleinstadt im Landkreis Holzminden. Rund 4.600 Menschen leben dort. Ein Streit um die Rasenpflege eines Stadions mag auf den ersten Blick gering wirken. Doch der Fall zeigt, wie schnell kommunale Konflikte eskalieren können.
Was als Zuständigkeitsstreit zwischen Verein und Verwaltung begann, hat nun Ermittlungsbehörden, eine Partei und den organisierten Sport auf den Plan gerufen. Stadtdirektor Kumlehn hat das öffentliche Ansehen der Stadt bereits als beschädigt bezeichnet.
Verfahren läuft weiter
Die Staatsanwaltschaft hat die Ermittlungen aufgenommen. Wann ein Ergebnis vorliegt, ist offen. Der politische Streit in Eschershausen dürfte derweil weitergehen. Bürgermeister Bandke und Fischer haben klar gemacht: Freiwillig gehen sie nicht.
Fazit
Der Rasenpflege-Streit in Eschershausen ist längst kein Bagatellfall mehr. Staatsanwaltschaft und Polizei ermitteln, ein Sportverein fordert personelle Konsequenzen, eine Partei verlangt Rücktritte. Die Stadtverwaltung steht unter erheblichem Druck. Wie der Fall ausgeht, wird auch davon abhängen, was die Ermittlungen gegen Andreas Fischer ergeben.