Verkehr

Marktplatz Höxter: Sanierung bringt Verkehr und Handel unter Druck

Der Marktplatz in Höxter wird neu gestaltet. Die laufenden Bauarbeiten sorgen für erhebliche Einschränkungen im Bereich der Innenstadt. Fußgänger, Händler und Autofahrer müssen sich auf veränderte Wege einstellen.

Zwei Baustellen, ein Platz

Die Situation am Markt ist komplex. Gleich zwei Bauprojekte laufen zeitgleich in unmittelbarer Nachbarschaft. Planer und Bauleiter Anton Volmer koordiniert die Marktplatz-Sanierung. Er spricht selbst von einer anspruchsvollen Aufgabe: Es gelte, Baustellenbetrieb und Publikumsverkehr miteinander zu vereinbaren.

Parallel dazu laufen am ehemaligen Hertie-Haus Fassadenarbeiten. Die Verzögerungen dort haben Folgen für den Zeitplan am Marktplatz. Der Ablaufplan der vier Bauphasen wurde deshalb angepasst. Volmer bestätigt: Die Fassadenarbeiten am Hertie-Haus dauern noch bis Mitte Juli an.

Die bauausführende Firma Go Ka We ist auf dem Platz aktiv. Beim Spatenstich war neben Volmer auch Bürgermeister Alexander Fischer vor Ort. Ebenso dabei: Technischer Beigeordneter Dardo Franke sowie Christoph Hecker von der Werbegemeinschaft und als Marktmeister Huxori.

Projekt Markt Süd: Wohnen und Einkaufen neu gedacht

Das Bauprojekt am Markt Süd ist ein weiterer Baustein der Innenstadtentwicklung. Der Investor Fokus Development plant dort einen Gebäudekomplex. Im Erdgeschoss entstehen Einzelhandelsflächen. Darüber sollen acht Stadtwohnungen mit Sonnenterrassen gebaut werden. Eine Tiefgarage ist ebenfalls vorgesehen.

Bürgermeister Fischer hatte das Projekt als deutlichen Schritt für die Stadtentwicklung bezeichnet. Die Baugrube war bereits vorbereitet worden, ein großer Baukran wurde aufgestellt. Seitdem hat sich das Bild am Marktplatz grundlegend verändert.

Händler und Wochenmarkt im Zugzwang

Die Baustellen treffen auch den Handel direkt. Der Umbau am Kaufhaus Markt 1 zwang Marktbeschicker bereits früher zum Umzug. Der Wochenmarkt musste neu organisiert werden. Fragen rund um Strom- und Wasserversorgung für die Beschicker mussten neu gelöst werden.

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Zwei Einzelhändler in der Innenstadt nutzten die Situation, um ihre eigenen Geschäftsräume zu renovieren. Der Umbau in der Nachbarschaft hat also auch positive Nebeneffekte ausgelöst.

Verkehr in der Altstadt unter Druck

Baustellen in der Höxteraner Innenstadt haben immer auch Folgen für den Verkehr. Der Marktbereich ist eine sensible Zone. Schwere Baufahrzeuge belasten das Pflaster. Erfahrungen aus vergleichbaren Lagen zeigen: Gerade in engen Kurven und an stark befahrenen Stellen lösen sich Pflastersteine. Das erhöht den Instandhaltungsaufwand.

Die Altstadt von Höxter ist seit Jahrzehnten entlastet. Die Weserbrücke bei Lüchtringen und die dazugehörige Umgehungsstraße der K 46 wurden ab 1973 gebaut. Seitdem fließt der Durchgangsverkehr außerhalb der historischen Innenstadt. Dennoch bleibt die Erschließung des Marktbereichs während der Bauzeit eine logistische Herausforderung.

Ende der Bauarbeiten noch offen

Wann die Sanierung des Marktplatzes vollständig abgeschlossen sein wird, ist noch nicht abschließend kommuniziert. Der angepasste Vier-Phasen-Plan sieht eine schrittweise Fertigstellung vor. Baudezernentin Claudia Koch hatte bei früheren Innenstadtprojekten erklärt, wie schwierig Terminprognosen bei mehreren parallelen Baustellen sind.

Fazit

Der Höxteraner Marktplatz befindet sich im Wandel. Die Sanierung ist notwendig und soll die Aufenthaltsqualität dauerhaft verbessern. Bis dahin müssen Anwohner, Händler und Besucher Geduld mitbringen. Die Koordination zweier Großbaustellen auf engem Raum bleibt die zentrale Herausforderung für die kommenden Monate.

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