Elf Kommunen im Weserbergland starten Wärmenetzwerk mit EU-Geld

Elf Kommunen aus den Landkreisen Hameln-Pyrmont und Holzminden gehen beim Thema Wärmeversorgung gemeinsam vor. Sie haben EU-Fördermittel eingeworben und sich zu einem Netzwerk zusammengeschlossen. Ziel ist es, die Maßnahmen aus den kommunalen Wärmeplanungen konkret umzusetzen. Die Klimaschutzagentur Weserbergland begleitet das Vorhaben fachlich bis Ende 2028.
Von der Planung zur Umsetzung
Kommunale Wärmeplanung ist mehr als ein Papierprojekt. Die beteiligten Gemeinden haben in den vergangenen Monaten analysiert, wie Gebäude und öffentliche Einrichtungen künftig beheizt werden sollen. Dabei geht es um Einsparpotenziale, erneuerbare Energien und neue Versorgungstechnologien.
Acht dieser Kommunen stehen kurz vor dem Abschluss ihrer Planungsphase. Ab Mitte November 2025 präsentieren sie ihre Ergebnisse bei Abschlussveranstaltungen der Öffentlichkeit. Die Klimaschutzagentur Weserbergland hat die Wärmeplanungen in diesen acht Kommunen im Auftrag erarbeitet.
Nun folgt der nächste Schritt: die konkrete Umsetzung. Dafür haben sich elf Kommunen zu einem Netzwerk zusammengefunden. Über den gemeinsamen Rahmen können sie Erfahrungen teilen und voneinander lernen.
EU-Förderung sichert Begleitung bis 2028
Die Finanzierung des Netzwerks steht. Die beteiligten Kommunen haben erfolgreich EU-Fördermittel beantragt. Damit ist die fachliche Begleitung durch die Klimaschutzagentur Weserbergland bis Ende 2028 gesichert.
Die Klimaschutzagentur berät die Kommunen bei der Bestandsaufnahme, zu Fördermöglichkeiten und zu konkreten Technologieentscheidungen. Das Ziel ist ein passendes Versorgungskonzept für jede einzelne Kommune.
Für die Region ist das Netzwerk ein ungewöhnlicher Ansatz. Die Kommunen arbeiten koordiniert statt isoliert. Synergien sollen helfen, Ressourcen effizienter einzusetzen.
Pflicht zur Wärmeplanung trifft viele Kommunen
Hintergrund des Projekts ist auch eine gesetzliche Vorgabe. Das Wärmeplanungsgesetz des Bundes verpflichtet Kommunen dazu, Konzepte für ihre lokale Wärmeversorgung zu erstellen. Kleinere Gemeinden müssen ihre Pläne bis 2028 vorlegen.
Für viele Kommunen im Weserbergland ist das eine organisatorische Herausforderung. Personal und Fachkenntnisse für solche Planungsprozesse sind in kleineren Verwaltungen oft knapp. Die Klimaschutzagentur Weserbergland füllt diese Lücke.
Die Agentur steht Kommunen aus beiden Landkreisen offen. Sie begleitet den gesamten Prozess von der ersten Analyse des Gebäudebestands bis zur Entscheidung für eine konkrete Versorgungslösung.
Abschlussveranstaltungen ab Mitte November
Bürgerinnen und Bürger können sich ab Mitte November über die Ergebnisse informieren. In acht Kommunen finden Abschlussveranstaltungen statt, bei denen die Wärmeplanungen vorgestellt und erläutert werden.
Die Veranstaltungen richten sich ausdrücklich an die Öffentlichkeit. Welche Heizung künftig sinnvoll ist, hängt davon ab, welche Versorgungsinfrastruktur vor Ort entsteht.
Interkommunale Zusammenarbeit im Weserbergland
Das Netzwerk aus elf Kommunen setzt auf EU-Förderung, regionale Fachbegleitung und interkommunale Zusammenarbeit. Bis Ende 2028 sollen konkrete Maßnahmen folgen. Die Abschlussveranstaltungen im November stehen am Beginn der Umsetzungsphase.

