Kultur Regional

Corvey tritt dem Netzwerk Historisches Weserbergland bei

Die UNESCO-Welterbestätte Corvey gehört ab sofort zum Netzwerk Historisches Weserbergland. Bei einer feierlichen Übergabe erhielt die Benediktinerabtei bei Höxter das Prädikat als elfte historische Stätte. Weserbergland Tourismus mit Sitz in Hameln hat die Aufnahme bekanntgegeben.

Ein Welterbe tritt einem regionalen Verbund bei

Das Kloster Corvey blickt auf eine außergewöhnliche Geschichte zurück. Die Benediktinerabtei wurde im Jahr 822 gegründet. Die UNESCO erkannte ihren herausragenden Wert im Juni 2014. Damals gab die Kulturorganisation der Vereinten Nationen in Doha, Katar, die Ernennung zum Weltkulturerbe bekannt.

Corvey ist damit eine der bedeutendsten Klostergründungen des Mittelalters in Deutschland. Im 9. und 10. Jahrhundert entwickelte sich die Abtei zu einem kulturellen, geistigen und wirtschaftlichen Zentrum im sächsischen Raum. Sie verfügte über eine der wertvollsten Bibliotheken ihrer Zeit.

Nun ergänzt Corvey das Netzwerk Historisches Weserbergland. Es ist die elfte Stätte, die in das Projekt aufgenommen wird. Das Netzwerk bündelt bedeutende Kulturstätten der Region unter einem gemeinsamen touristischen Dach.

Weserbergland Tourismus koordiniert das Netzwerk

Der Dachverband Weserbergland Tourismus hat die Aufnahme organisiert und kommuniziert. Der Verband mit Sitz in Hameln vertritt die tourristischen Interessen der gesamten Region. Er koordiniert Vermarktung und Vernetzung der angeschlossenen Stätten.

Das Projekt Historisches Weserbergland richtet sich an Besucher, die die Kulturgeschichte der Region erleben wollen. Die angeschlossenen Stätten liegen in den Landkreisen Hameln-Pyrmont, Holzminden, Höxter und Schaumburg. Mit Corvey kommt nun ein international bekannter Name hinzu.

Die Aufnahme stärkt das Profil des gesamten Netzwerks. Eine UNESCO-Welterbestätte zieht Besucher aus aller Welt an. Davon können auch die anderen zehn Stätten im Verbund profitieren.

Digitale Zukunft für das mittelalterliche Erbe

Corvey setzt nicht nur auf historischen Glanz. Die Stätte wird auch digital weiterentwickelt. Für digitale Ausstellungen und interaktive Angebote stehen 600.000 Euro Förderung bereit. Ziel ist es, die Welterbestätte für neue Besuchergruppen zugänglich zu machen.

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Digitale Angebote sollen die Inhalte erlebbar machen, ohne die historische Substanz zu belasten. Interaktive Formate bieten vor allem jüngeren Besuchern einen neuen Zugang zur Geschichte des Klosters.

Bedeutung für den Tourismus im Weserbergland

Die Region profitiert von der Strahlkraft des Welterbes. Höxter und das Umland gewinnen durch die stärkere Einbindung von Corvey an touristischer Sichtbarkeit. Das Netzwerk Historisches Weserbergland kann nun mit elf Stätten werben.

Corvey liegt direkt an der Weser, wenige Kilometer von der Kreisstadt Höxter entfernt. Die Lage macht die Abtei zu einem natürlichen Ankerpunkt für Radtouristen auf dem Weser-Radweg. Wanderer, Kulturinteressierte und Pilger zählen ebenfalls zu den Besuchergruppen.

Die feierliche Übergabe des Prädikats setzte ein klares Zeichen. Kulturelles Erbe und regionale Vernetzung gehen hier Hand in Hand.

Fazit

Mit Corvey gewinnt das Netzwerk Historisches Weserbergland eine Stätte von internationalem Rang. Die Aufnahme der UNESCO-Welterbestätte stärkt die gesamte Region. Hameln-Pyrmont, Holzminden, Schaumburg und Höxter rücken damit kulturell noch enger zusammen. Für Besucher aus nah und fern wächst das Angebot im Weserbergland weiter.

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