Höxter: St. Ansgar startet ambulante Schluckdiagnostik
Am St.-Ansgar-Krankenhaus in Höxter gibt es ein neues Versorgungsangebot für Menschen mit Schluckbeschwerden. Das Therapiezentrum Weser-Egge betreibt gemeinsam mit der Klinik für Neurologie eine Schluckambulanz. Sie ermöglicht spezialisierte Diagnostik erstmals auch ohne stationären Aufenthalt.
Was die neue Schluckambulanz leistet
Schluckstörungen, in der Fachsprache Dysphagien genannt, können viele Ursachen haben. Neurologische Erkrankungen wie Schlaganfall oder Parkinson zählen dazu. Auch nach Operationen im Hals- und Kopfbereich treten solche Beschwerden auf. Bisher mussten Patienten für eine gründliche Diagnostik oft stationär aufgenommen werden.
Das ändert sich nun. Die neue Schluckambulanz am St.-Ansgar-Krankenhaus ermöglicht die spezialisierte Untersuchung ambulant. Patienten müssen dafür nicht mehr ins Krankenhaus eingewiesen werden. Das Angebot richtet sich sowohl an Betroffene aus dem Kreis Höxter als auch aus dem weiteren Umland.
Kooperation zwischen Therapie und Neurologie
Träger der neuen Ambulanz ist das Therapiezentrum Weser-Egge. Es arbeitet dabei eng mit der Klinik für Neurologie des St.-Ansgar-Krankenhauses zusammen. Diese Verzahnung ist bewusst gewählt. Schluckstörungen haben häufig neurologische Ursachen. Eine gemeinsame Diagnostik liegt daher nahe.
Das St.-Ansgar-Krankenhaus gehört zum Klinikum Weser-Egge, kurz KHWE. Es ist der größte der vier Verbundstandorte. Mit 371 Betten und rund 17.925 behandelten Fällen pro Jahr zählt es zu den bedeutenden Krankenhäusern der Region. Die KHWE gilt als größter Gesundheitsdienstleister und Arbeitgeber im Kreis Höxter.
Ambulante und stationäre Versorgung unter einem Dach
Das neue Angebot fügt sich in die Struktur des Krankenhauses ein. Direkt neben dem St.-Ansgar-Krankenhaus befindet sich ein Facharztzentrum. Dort sind auch Praxen des Medizinischen Versorgungszentrums Weser-Egge Höxter untergebracht. Stationäre und ambulante Versorgung sind am Standort Höxter eng miteinander verknüpft.
Die Innere Medizin des Hauses gliedert sich in Kardiologie, Gastroenterologie und Onkologie. Hinzu kommen weitere Fachabteilungen. Die neue Schluckambulanz ergänzt dieses Spektrum um einen spezialisierten Bereich der neurologischen Rehabilitation.
Kürzere Wartezeiten als Ziel
Ein erklärtes Ziel der neuen Ambulanz ist die Verkürzung von Wartezeiten. Bisher mussten Patienten mit Schluckbeschwerden teils längere Zeit auf eine Abklärung warten. Das ambulante Angebot soll diesen Engpass beheben. Betroffene können einen gezielten Termin vereinbaren. Aufwendige stationäre Aufnahmen entfallen, wenn der Befund ambulant erhoben werden kann.
Das Krankenhaus hatte bereits in der Vergangenheit auf steigende Patientenzahlen reagiert. 2024 erhöhte das St.-Ansgar-Krankenhaus seine Bettenzahl. Auch damals stand die Frage der Wartezeiten im Mittelpunkt. Die neue Schluckambulanz zeigt, dass das Haus auch auf der ambulanten Seite ausbaut.
Fazit
Mit der Schluckambulanz schließt das St.-Ansgar-Krankenhaus in Höxter eine Versorgungslücke. Patienten mit Schluckstörungen erhalten nun schneller Zugang zu spezialisierter Diagnostik. Die Kooperation zwischen Therapiezentrum und Neurologie macht das Angebot fachlich breit aufgestellt. Für den Kreis Höxter bedeutet das eine spürbare Verbesserung der wohnortnahen medizinischen Versorgung.