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Schaumburg: Behörden gehen gegen illegale E-Zigaretten vor

Illegale E-Zigaretten beschäftigen die Behörden im Landkreis Schaumburg. Das Veterinäramt führt verstärkt Kontrollen in Kiosken und Spätkaufläden durch. Polizei und Zoll sind dabei regelmäßig im Einsatz.

Kontrollen in Kiosken und Spätkaufläden

Sogenannte Spätis stehen im Mittelpunkt der Behördenaktionen. Diese kleinen Läden verkaufen oft rund um die Uhr Getränke, Tabakwaren und Süßigkeiten. Dabei geraten sie immer häufiger ins Visier der Lebensmittelüberwachung.

Der Grund: Auf dem Markt kursieren massenhaft Vapes ohne gültige Zulassung. Vapes sind elektrische Einweg-Inhalatoren, die nikotinhaltige oder aromatisierte Flüssigkeiten verdampfen. Viele dieser Produkte entsprechen nicht den deutschen oder europäischen Vorschriften.

Das Veterinäramt des Landkreises Schaumburg ist in Niedersachsen für die Lebensmittel- und Produktkontrolle zuständig. Es koordiniert die gemeinsamen Einsätze mit Polizei und Zoll. Die Kontrollen finden unangekündigt statt.

Ein bundesweites Problem trifft die Region

Schaumburg ist kein Einzelfall. Bundesweit hat der illegale Vape-Markt stark zugelegt. Schätzungen zufolge sind bis zu 40 Prozent der in Deutschland verkauften Vapes nicht zugelassen. Der Zoll stoße dabei an seine Kapazitätsgrenzen, heißt es.

Illegale Produkte kommen häufig aus Fernost. Sie enthalten oft zu hohe Nikotinmengen. Manche Geräte überschreiten die erlaubte Tankgröße deutlich. Andere sind ohne jede Registrierung auf dem deutschen Markt.

Besonders problematisch ist der Verkauf an Minderjährige. Vapes dürfen in Deutschland nicht an Personen unter 18 Jahren abgegeben werden. Kontrollen zeigen jedoch immer wieder Verstöße gegen den Jugendschutz.

Welche Produkte sind illegal?

Ein Vape gilt in Deutschland als illegal, wenn er nicht beim Deutschen Institut für Medizinische Dokumentation und Information registriert ist. Tanks mit mehr als zwei Millilitern Fassungsvermögen sind verboten. Nikotin darf in zulässigen Liquids maximal 20 Milligramm pro Milliliter enthalten.

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Produkte, die diese Grenzen überschreiten, landen trotzdem im Handel. Sie werden oft günstig angeboten und sprechen gezielt jüngere Käufer an. Auffällige Verpackungen mit Comic-Figuren oder Süßigkeitenmotiven gehören zum Repertoire.

Branche und Behörden fordern mehr Konsequenz

Der Bundesverband des Tabakwaren-Einzelhandels fordert schärfere Maßnahmen gegen den Schwarzmarkt. Legale Händler sehen sich durch die illegale Konkurrenz benachteiligt. Sie zahlen Steuern und halten sich an Vorschriften, Schwarzmarkthändler nicht.

Bürgerinnen und Bürger können Verdachtsfälle direkt bei den zuständigen Behörden melden. Hinweise auf illegale Produkte oder Jugendschutzverstöße nehmen Veterinäramt und Polizei entgegen. Anonyme Meldungen sind möglich.

Was droht bei Verstößen?

Wer illegale Vapes verkauft, riskiert Bußgelder. Bei schweren Verstößen drohen strafrechtliche Konsequenzen. Die Produkte werden bei den Kontrollen sichergestellt und aus dem Verkehr gezogen.

Kontrolldruck bleibt hoch

Das Veterinäramt des Landkreises Schaumburg arbeitet bei den Kontrollen mit Polizei und Zoll zusammen. Ziel ist es, illegale Produkte aus dem Handel zu nehmen und den Jugendschutz durchzusetzen. Verdächtige Angebote können bei den Behörden gemeldet werden.

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