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Mit 65 Jahren noch immer Trainer aus Leidenschaft

Michael Evers ist 65 Jahre alt und hat keine Sekunde daran gedacht, aufzuhören. Der Trainer aus der Region Hameln engagiert sich seit vielen Jahren ehrenamtlich im Kinder- und Jugendsport. Bezahlt wird er dafür nicht. Doch das stört ihn nicht.

Ein Ehrenamt, das Leben prägt

Ehrenamtliche Trainer sind das Rückgrat des Breitensports. Ohne sie würden unzählige Kinder keinen Zugang zu organisiertem Sport finden. Michael Evers ist einer dieser Menschen, die Woche für Woche ihre Freizeit opfern.

Er steht früh auf, fährt zum Vereinsgelände und bereitet das Training vor. Dann kommen die Kinder. Für Evers ist das der wichtigste Moment des Tages. Die Freude der Kinder ist sein Antrieb.

Solche Ehrenamtlichen sind selten. In Deutschland fehlen laut Sportverbänden tausende Trainer und Übungsleiter. Viele Vereine kämpfen darum, genug freiwillige Helfer zu finden. Evers macht das seit Jahrzehnten, ohne zu klagen.

Warum Ehrenamtliche unverzichtbar sind

Der organisierte Sport in Deutschland basiert auf Freiwilligkeit. Rund 27 Millionen Menschen sind Mitglied in einem Sportverein. Die meisten Angebote für Kinder werden von Ehrenamtlichen gestemmt.

Im Weserbergland ist das nicht anders. Vereine in Hameln, Holzminden, Schaumburg und Höxter sind auf Menschen wie Michael Evers angewiesen. Ohne sie würden Trainingsstunden ausfallen, Mannschaften sich auflösen.

Kinder lernen im Sport mehr als Technik und Taktik: Teamgeist, Durchhaltevermögen, Respekt. Ein guter Trainer vermittelt das.

Anerkennung fehlt oft

Trotzdem erhalten Ehrenamtliche oft wenig Anerkennung. Eine Aufwandsentschädigung gibt es manchmal, ein Dankeschön nicht immer. Für Evers spielt das keine Rolle. Ihm geht es um die Kinder.

Diese Haltung ist nicht selbstverständlich. Viele potenzielle Ehrenamtliche schrecken vor dem Zeitaufwand zurück. Training, Wettkämpfe, Verwaltung: Der Aufwand summiert sich schnell auf mehrere Stunden pro Woche.

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Engagement im Alter als Vorbild

Dass Michael Evers mit 65 Jahren noch aktiv ist, zeigt: Engagement hat kein Ablaufdatum. Erfahrung und Geduld machen ältere Trainer oft besonders wertvoll.

Kinder profitieren von dieser Ruhe. Ein erfahrener Trainer gerät nicht so schnell aus der Fassung. Er kennt die Höhen und Tiefen des Sports und kann einordnen und begleiten.

Für viele junge Menschen ist ein solcher Trainer auch eine Bezugsperson außerhalb der Familie. Gerade in schwierigen Phasen des Aufwachsens kann das wichtig sein.

Nachwuchs für das Ehrenamt gesucht

Doch wer macht weiter, wenn Evers eines Tages aufhört? Diese Frage stellen sich viele Vereine. Der Nachwuchs im Ehrenamt ist knapp. Jüngere Generationen haben andere Prioritäten und weniger Zeit.

Sportverbände und Kommunen versuchen gegenzusteuern. Ausbildungsangebote, finanzielle Anreize und bessere Strukturen sollen neue Ehrenamtliche gewinnen. Der Erfolg ist bislang begrenzt.

Menschen wie Michael Evers halten den Betrieb am Laufen. Sie zeigen, was möglich ist, wenn jemand wirklich brennt für eine Sache.

Fazit

Michael Evers ist kein Einzelfall, aber er ist ein Beispiel. Sein Engagement steht für Tausende stille Helfer, die den Sport im Weserbergland am Leben erhalten. Sie tun das ohne Gehalt, ohne große Bühne. Wer Kindern glückliche Sportstunden ermöglicht, leistet etwas Bleibendes. Das verdient Respekt.

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