Wirtschaft

Symrise sammelt 13.500 Euro aus Altmaterial für soziale Zwecke

Alte Büromöbel, leere 1000-Liter-Container, aussortierte Metalle: Bei Symrise in Holzminden landet nichts einfach auf dem Müll, solange sich jemand dafür interessiert. Der Duft- und Aromastoffhersteller betreibt eine interne Schrottkasse. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter können ausrangierte Gegenstände kaufen. Der Erlös geht an soziale Einrichtungen.

So funktioniert die Schrottkasse

In den Produktions-, Büro- und Laborräumen des Unternehmens fallen regelmäßig auszumusternde Gegenstände an. Statt sie zu entsorgen, bietet Symrise sie intern zum Kauf an. Interessierte Beschäftigte können so Möbel, Behälter oder Metallteile günstig erwerben. Was für das Unternehmen wertlos geworden ist, findet auf diesem Weg eine zweite Nutzung.

Harald Feist, Gesamtbetriebsratsvorsitzender bei Symrise, zieht eine positive Bilanz: Insgesamt 13.500 Euro seien so zusammengekommen. Für abgeschriebene Gegenstände habe man eine zweite Heimat gefunden. An der Organisation der Schrottkasse sind laut vorliegenden Berichten unter anderem Andrea Püttcher, Jörg Hesse von den zentralen Diensten sowie Friedrich-Wilhelm Micus beteiligt. Das Modell funktioniert seit mehreren Jahren. Bereits 2017 nahm Symrise durch den Verkauf ausrangierter Materialien rund 5.500 Euro ein.

Erlöse fließen in gemeinnützige Projekte

Die eingenommenen Gelder werden gespendet. Zu den Empfängern zählt unter anderem die Musikschule Holzminden. Sie schafft mit der Unterstützung musikalische Angebote für Kinder und Jugendliche in der Region. Weitere soziale Projekte in und um Holzminden profitieren ebenfalls von den Einnahmen.

Das Prinzip der Schrottkasse ist im Weserbergland kein Einzelfall. Auch der Haustechnikhersteller Stiebel Eltron, ebenfalls in Holzminden ansässig, betreibt ein vergleichbares Modell. Das Unternehmen verteilte zuletzt 14.000 Euro an sieben soziale Projekte aus seiner eigenen Schrottkasse.

Nachhaltigkeit als Unternehmensprinzip

Bei Symrise hat Ressourcenschonung einen festen Platz in der Unternehmenskultur. Der Konzern entstand 2003 aus der Fusion der Holzmindener Unternehmen Haarmann und Reimer sowie Dragoco. Heute gehört Symrise zu den weltweit führenden Anbietern von Duft- und Aromastoffen. Der Standort Holzminden ist das historische Herzstück des Konzerns.

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Die Schrottkasse zeigt: Nachhaltigkeit muss nicht aufwendig sein. Ein internes Verkaufsmodell reicht aus, um Abfall zu reduzieren und gleichzeitig Geld für gute Zwecke zu sammeln. Auch die Belegschaft profitiert. Wer etwa eine Wohnung einrichten will, kann günstig an solide Büromöbel kommen. In einem Fall soll der Erlös sogar zur Ausstattung der Wohnung eines Auszubildenden beigetragen haben.

Fazit: Kleines Modell mit spürbarer Wirkung

Die Schrottkasse bei Symrise ist kein großes Programm. Sie ist einfach, direkt und wirksam. Ausrangiertes findet neue Nutzer. Geld geht an Menschen, die es brauchen. Und der Müll bleibt aus. Holzminden zeigt damit, dass soziales Engagement und Ressourcenschonung Hand in Hand gehen können.

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