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"Gefährliches Spiel mit den Zukunftschancen" dieses Landes

Mittelstandspräsident Mario Ohoven: Lockdown noch im Mai aufheben!

Sonntag 3. Mai 2020 - Berlin (wbn). Es ist eine unüberhörbare Warnung an die Bundesregierung: Der Mittelstand fordert die Aufhebung der Corona-Restriktionen spätestens Ende Mai und einen deutlich höheren Stellenwert für die Wirtschaft.

Angesichts des massiven Konjunktureinbruchs in Deutschland wegen der Corona-Krise fordert der Mittelstand eine Aufhebung des Lockdowns noch im Mai. In einem „Offenen Brief“ des Bundesverbands mittelständische Wirtschaft (BVMW) an die Bundeskanzlerin sowie an die Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten der Länder heißt es: „In großer Sorge um die Zukunft dieses Landes und um den Wohlstand seiner Bürger appellieren wir an die Politik: Beenden Sie die einseitige Fixierung auf eine rein virologische Sichtweise und damit das gefährliche Spiel mit den Zukunftschancen dieses Landes. Es geht um das Schicksal des deutschen Mittelstands. Heben Sie den Lockdown auf, bevor es zu spät ist!“

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Hinter dieser Forderung steht die große Mehrheit der Mitglieder des Verbandes. Laut einer Umfrage aus der zurückliegenden Woche, an der sich mehr als 2.500 Mitgliedsunternehmen beteiligt haben, fordern 78,8 Prozent eine Beendigung des Lockdown spätestens Ende Mai. Ein Drittel (34,3 Prozent) plädiert sogar für einen sofortigen Exit. Aus diesen Zahlen spreche die „große Verzweiflung im deutschen Mittelstand“, heißt es in dem Brief. „Wir fordern, dass künftig die Erfordernisse der Wirtschaft in Ihrer Corona-Politik einen deutlich höheren Stellenwert erhalten als bislang.“ Unterzeichnet ist der Brief von BVMW-Präsident Mario Ohoven sowie den Vizepräsidenten Dr. Jochen Leonhardt und Dr. Hans-Michael Pott.

In dem Brief, der auch in der neuen Ausgabe des Magazins FOCUS veröffentlicht wird, wird es als „verantwortungslos“ kritisiert, dass die Politik noch immer keinen konkreten Exit-Fahrplan vorgelegt hat. Und weiter: „Unser Land steht vor dem größten Konjunktureinbruch seit dem Zweiten Weltkrieg. Trotz eines staatlichen Rettungspakets von mehr als einer Billion Euro droht eine Pleitewelle unbekannten Ausmaßes, die die Existenz Hunderttausender Menschen binnen weniger Wochen vernichten könnte.“

 

 

 

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