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Stadt Hameln gibt Ergebnis der umfangreichen Elternbefragung bekannt

Klarer Auftrag: Eltern wollen eine Integrierte Gesamtschule in Hameln

Hameln (wbn/wa). Eindeutiges Votum! Das Interesse an einer Integrierten Gesamtschule (IGS) am Standort Hameln ist da – die erforderliche Zahl von mindestens 130 Schülerinnen und Schülern pro Jahrgang kann mit Interessenten aus dem Stadtgebiet Hameln und dem Landkreis Hameln-Pyrmont erreicht werden.

Das ist das Ergebnis der Elternbefragung, die die Stadt jetzt ausgewertet hat. Für Oberbürgermeisterin Susanne Lippmann ist klar: „Wir werden nun weiter intensiv am Thema IGS arbeiten.“ Wichtig sei ihr der Schulterschluss mit dem Landkreis Hameln-Pyrmont, denn „allein können wir das Ganze nicht stemmen“. Das Interesse an der IGS verteilt sich im Bereich der Stadt Hameln gleichmäßig auf alle abgefragten Jahrgänge.

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Die Zahlen im Einzelnen: Jeweils 84 Eltern, deren Kinder zum Schuljahresbeginn im Sommer 2011 schulpflichtig werden beziehungsweise derzeit das erste Schuljahr der Grundschule besuchen, haben für eine IGS votiert. 117 Eltern von Zweitklässlern wollen die IGS, bei den Drittklässlern sind es 108 und bei den Eltern von Viertklässlern 107. Unterm Strich ergeben sich in Hameln genau 500 Stimmen pro IGS. Hinzu kommen 608 Eltern aus dem Bereich des Landkreises Hameln-Pyrmont, die sich für eine IGS aussprechen. Für das Angebot des gegliederten Schulsystems in Hameln haben 1230 Eltern gestimmt – das entspricht einer Quote von 52,45 Prozent.

Für ein zusätzliches Angebot einer IGS sind 47,25 Prozent der Eltern

Für ein zusätzliches Angebot einer IGS sind 47,25 Prozent der Eltern. „Die Eltern haben uns eine große Aufgabe gegeben“, kommentiert Oberbürgermeisterin Susanne Lippmann das Ergebnis der Befragung. „Ich nehme das Votum sehr ernst, und wir werden nun über die Konsequenzen beraten“, sagt die Hamelner Rathaus-Chefin weiter. Um ein möglichst genaues Meinungsbild zu ermitteln, hatte die Stadt keine Mühe gescheut: 6825 Briefe waren verschickt worden, Übersetzungen in verschiedenen Sprachen wurden bereitgehalten.

Der Aufwand hat sich gelohnt: Insgesamt 2345 Eltern haben ihren Fragebogen zurückgeschickt – eine Quote von 34,36 Prozent. „Das ist im Vergleich mit anderen Städten ein sehr gutes Ergebnis“, so die zuständige Dezernentin Gaby Willamowius. Sie dankt den Eltern für ihre Beteiligung. „Dadurch ist es gelungen, ein belastbares Stimmungsbild zu bekommen.“ Als nächstes wird sich die Politik mit den Ergebnissen der Elternbefragung beschäftigen. Eine Sitzung des Hamelner Schul- und Kulturausschusses ist für den 11. November angesetzt.

Was ist eine Integrierte Gesamtschule? (Auszug aus Wikipedia)

Die Integrierte Gesamtschule ist eine Schule, in der Schüler mit Haupt-, Real- und Gymnasialempfehlung gemeinsam unterrichtet werden.

Eine der individuellen Leistungsfähigkeit entsprechende Differenzierung findet in einer Reihe von Fächern durch sogenannte Förder-, Grund- und Erweiterungskurse statt. Ziel der Integrierten Gesamtschule ist, dass die Schüler das gemeinsame Lernen und den sozialen Umgang miteinander erleben und gleichzeitig auch entsprechend ihrem individuellen Leistungsvermögen unterrichtet und vor allem gefördert werden.

Beispielsweise kann ein Schüler im Erweiterungskurs in Chemie zu den Besten gehören, aber wegen schlechter Englisch-Kenntnisse in diesem Fach den Förderkurs besuchen. Eine Wiederholung von Klassen ist für die Schüler normalerweise nicht notwendig, sie wechseln meist in einen leichteren Kurs. Die Schüler haben an einer Integrierten Gesamtschule die Möglichkeit, den ihren Kursen entsprechenden Schulabschluss vom Hauptabschluss bis hin zur Allgemeinen Hochschulreife (Abitur) zu erlangen. Für das Abitur wechseln sie nach der zehnten Klasse, wenn ihre eigene Gesamtschule keine gymnasiale Oberstufe besitzt, auf ein Gymnasium oder in die gymnasiale Oberstufe einer anderen Gesamtschule.

Zu unterscheiden ist die Integrierte Gesamtschule von der Kooperativen Gesamtschule (auch Additive Gesamtschule), in der die Schüler zwar unter einem Dach unterrichtet werden, aber grundsätzlich in Haupt-, Real- und Gymnasialklassen getrennt sind. Von manchen Bildungswissenschaftlern wird die Integrierte Gesamtschule daher bevorzugt mit dem zentralen Gesamtschulkonzept gleichgesetzt. Für Kooperative Gesamtschulen sei demgegenüber die Bezeichnung „Schule mit mehreren Bildungsgängen“ treffender.[1]

Innerhalb des deutschen Schulsystems sind Gesamtschulen umstritten, manche Länder (z. B. Sachsen) bieten sie überhaupt nicht an. Ab etwa 1970 wurden in der alten Bundesrepublik neue pädagogische und strukturelle Konzepte für Integrierte Gesamtschulen entwickelt und realisiert.

Für ihre – im Vergleich zu anderen deutschen Gesamtschulen, Hauptschulen und Realschulen, nicht jedoch im Vergleich zu Gymnasien – guten Leistungsergebnisse bei der PISA-Studie berühmt geworden sind die Helene-Lange-Schule (Wiesbaden) und die Laborschule Bielefeld.

 

 

 

 



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