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Niedrige Preise, immer mehr Verordnungen und Verbote

Hermann Grupe beklagt ein "katastrophales Höfesterben"

Freitag 29. Januar 2021 - Hannover / Eschershausen (wbn). Von einem „katastrophalen Höfesterben“ berichtet der landwirtschaftliche Sprecher der FDP-Landtagsfraktion Hermann Grupe.

33 Prozent der Milchviehhalter, 50 Prozent der Sauenhalter und mehr als 20 Prozent der Vollerwerbsbetriebe in Deutschland hätten aufgeben müssen. Hermann Grupe mahnt angesichts der prekären Lage unzähliger niedersächsische Agrarbetriebe zu einem anderen Umgang seitens der Politik mit den Landwirten.

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„Die Menschen wünschen sich eine bäuerliche, umweltschonende, nachhaltige Landwirtschaft und regionale Lebensmittel. Gleichzeitig kämpfen die Betriebe aber aufgrund der vorherrschenden Rahmenbedingungen um ihre Existenz. Wir haben ein katastrophales Höfesterben auf Rekordniveau. Der Strukturwandel entwickelt sich zum Strukturbruch, zu einer Welle der Vernichtung bäuerlicher Existenzen“, so Grupe.
Seit 2011 hätten 33 Prozent der Milchviehhalter, 50 Prozent der Sauenhalter und mehr als 20 Prozent der Vollerwerbsbetriebe in Deutschland aufgegeben. Die Spirale drehe sich immer schneller, was zu den aktuell erneuten Protesten der Landwirte führe.

Natur- und Umweltschutz, Tierschutz, Gewässerschutz, Insektenschutz, Klimaschutz und qualitativ hochwertige Lebensmittel seien berechtigte Anliegen. Diese könnten seitens der Landwirte aber nur umgesetzt werden, wenn die Gesellschaft sie ordentlich honoriere und die Betriebe eine sichere Zukunftsperspektive hätten. Immer neue Auflagen und weiter sinkende Preise würden aber zu dem genauen Gegenteil führen: zu Importen aus Ländern, in denen nicht derart strenge Standards gelten. „Die Politik überschlägt sich geradezu mit Vorschlägen: Klimapaket, Düngeverordnung, Glyphosatverbot, Insektenschutzgesetz, Pflanzenschutzminimierung. Gleichzeitig gibt es  eine immer stärkere Konzentration im Lebensmitteleinzelhandel, was zu immer niedrigeren Preisen führt. Das ist für die Betriebe nicht mehr zu leisten - nach fest kommt ab“, so Grupe gestern im Landtag. Die Probleme seien bekannt, doch es passiere bisher viel zu wenig.

 

 

 

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