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"Verkehrsumleitung": 300 Jugendliche zogen an der Weser entlang und an den Kiesteichen vorbei

Diesmal wurde die Maibowle stark verwässert: Der Starkregen ernüchterte die Umzügler zum 1. Mai

2. Mai 2014 - Hessisch Oldendorf (wbn). Der Mai-Starkregen sorgte für eine kräftige Erfrischung im Weserbergland. Eine Erfrischung, die so nicht gedacht war.

Daraufhin waren die etwa 300 Mai-Umzügler schon mal stark abgekühlt und ernüchtert. Anlass für die Polizei, eine insgesamt zufriedenstellende Bilanz zu den Maifeierlichkeiten zu ziehen, die in den Vorjahren bei Jugendlichen und Heranwachsenden meist empfindlich ausgeartet waren. Vor allem war es den Uniformierten gelungen die "Kiesteiche" bei Hessisch Oldendorf zu verteidigen, die aufgrund der früheren Gruppen-Besäufnisse diesmal für die typische Mai-Klientel Tabu sein sollten. Dennoch kam es zu sieben Platzverweisen, fünfzehn Identitätsfeststellungen und fünf Fällen, in denen Störer von der Polizei nach Hause gebracht werden mussten.



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Einen 16-Jährigen, der zwei Promille intus hatte, gab es auch. Und ein 18-Jähriger hat den 1. Mai in einer Zelle verbringen müssen im Rahmen einer Gewahrsamnahme. Der hätte auch gleich ins Kloster einziehen können und dort sicher mehr erlebt... Nac hfolgend der Polizeibericht: "Die Polizei Hameln zieht bezüglich des Maiumzuges von Jugendlichen und jungen Erwachsenen, der schon fast traditionell am Maifeiertag von Hameln über Wehrbergen bis zu den Fischbecker Kiesteichen verläuft, mit einzelnen Ausnahmen eine durchweg positive Bilanz.

In Hameln trafen sich annähernd 350 Personen, von denen 300 Teilnehmer in Richtung Wehrbergen zogen. 50 Personen bewegten sich in Richtung Innenstadt. Der Teilnehmerzug wurde von der Polizei beobachtet und zum Teil begleitet.

Als gegen 13.00 Uhr ein Gewitter mit Starkregenschauer über das Wesertal zog, kam es zum Stillstand und die meist leicht bekleideten 300 Personen suchten Schutz in den Hauseingängen der Häuser in Wehrbergen. Nicht jeder Hauseigentümer toleriert diesen Umstand, zumal hier die ersten Vermüllungen von Wegen und Gärten eintraten.

Durch das Gewitter aufgeteilt bewegten sich Teilgruppen weiter in Richtung Fischbeck. Einige Splittergruppen drehten jedoch nach Hameln ab. Die verbliebenen Gruppen gingen nach Fischbeck  weiter und verteilten sich dort. Viele Teilnehmer ließen sich in Fischbeck abholen und beendeten hier ihren Marsch. Gruppierungen von 10 - 30 Personen versuchten über Schleichwege im Ort zu den Kiesteichen zu gelangen, was ihnen jedoch nicht gelang.

Die Polizeikräfte hatten bereits die wichtigsten Schlüsselpunkte besetzt und konnten die Personen dort abfangen. Bis zum frühen Abend ist es keiner Person innerhalb dieses Maiumzuges gelungen, den großen Kiesteich zu erreichen, um dort das Trinkgelage fortzuführen, das in den vergangenen Jahren immer mehr an Aggressivität und Gefahrenpotenzial zunahm (wird berichteten).

Die angrenzenden Wege an den Teichen standen somit ungehindert Spaziergängern, Reitern, Inlineskatern und Radfahrern zur Verfügung.

Wolfgang Römer, der als Leiter der Polizeistation Hess. Oldendorf diesen Einsatz leitete, zeigte sich erfreut über den friedlichen Einsatzverlauf. "Wir suchten das persönliche Gespräch mit den jungen Menschen. Meistens stießen wir auf Verständnis für unsere Maßnahmen, was uns unsere Arbeit erheblich erleichterte", so Römer.

In einigen wenigen Fällen mußte jedoch eine härtere Gangart eingelegt werden: es wurden 7 Platzverweise ausgesprochen und 15 Identitätsfeststellungen durchgeführt. 5 Personen mussten zur Verhinderung von weiteren Störungen durch die Polizei nach Hause gebracht werden.

Ein 18-Jähriger zeigte sich so uneinsichtig und hartnäckig, dass dieser in Polizeigewahrsam genommen werden und den Rest des Tages in einer Zelle verbringen musste.

Ein 19-Jähriger musste nach einer in Fischbeck begangenen Körperverletzung zur Verhinderung weiterer Straftaten ebenfalls in die Polizeizelle.

In mehreren Fällen wurden bei Jugendkontrollen durch das für Jugendschutzangelegenheiten zuständige Fachkommissariat 6 Spirituosen mit Einverständnis der Betroffenen vernichtet, die Minderjährige unzulässiger Weise bei sich führten. Einige Jugendliche fielen durch übermäßigen Alkoholkonsum auf. Spitzenreiter war bereits zur frühen Nachmittagszeit ein 16-Jähriger, der einen Atemalkoholwert von fast 2 Promille aufwies. Die betroffenen Jugendlichen wurden ihren Eltern zugeführt.

Ein alkoholisierter Heranwachsender stürzte in Fischbeck ohne Fremdverschulden. Dieser musste mit einer Handverletzung durch einen Rettungswagen in ein Hamelner Krankenhaus transportiert und medizinisch behandelt werden.

"Das vorrangige Ziel, eine Gefährdung von Personen im Bereich des Straßenverkehrs und von Bahnanlagen durch Mutproben und andere leichtsinnige Verhaltensweisen zu verhindern, haben wir erreicht", resümiert Stationsleiter Wolfgang Römer mit Blick auf Vatertag, an dem ein ähnliches Einsatzkonzept zum Tragen kommen könnte."

 

 

 



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