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Der Gastkommentar

Der Euro ist gerettet - über den Preis reden wir später!

Von Klaus-Peter Wennemann

Man wird in einigen Jahren in den Memoiren von Bundeskanzlerin Merkel vermutlich den Satz lesen, dass in der „Euronacht“ der vergangenen Woche die Gemeinschaftswährung kurz vor dem Auseinanderbrechen stand, denn ohne massives Entgegenkommen Deutschlands hätten Spanien und Italien sich, ohne Rücksicht auf Verluste, quer gestellt.

Bei diesem Poker dürften sie aber wohl einen Teil des Blattes von Frau Merkel gekannt haben, denn beim Besuch der drei SPD-Kanzlerkandidatur-Bewerber bei Herrn Hollande, dürfte klar geworden sein, dass es eine internationale sozialdemokratische Solidarität gibt, aber eben keine Solidarität deutscher Währungs- und Stabilitätspolitik. Nun zieht man sich in der deutschen Begründung der Zustimmung zur Lösung der Schuldenprobleme darauf zurück, dass vor einer gemeinsamen „Kasse“, in die jeder hineingreifen darf und die dann überwiegend vom deutsche Steuerzahler wieder gefüllt wird, Fortschritte beim Schuldenabbau und eine disziplinierte, nachvollziehbare Haushaltspolitik stehen und vor einem Durchleiten von Steuergeldern, direkt an klamme Banken, eine straffe Bankenaufsicht.

(Zur Person: Klaus-Peter Wennemann ist Stadtverbandsvorsitzender der FDP in Hameln, international aktiver Finanzexperte und war Landratskandidat der Liberalen im Weserbergland. Er gehört zu den regelmäßigen Kolumnisten der Weserbergland-Nachrichten.de Foto: FDP)

 

Fortsetzung von Seite 1

Aber wer glaubt dass noch? Abermals ist die „rote Linie“, die man nicht überschreiten wollte, verschoben worden. Haushaltsdisziplin und bessere Bankenregulierung hat man schon vor vielen Jahren versprochen. Realität waren deutlich höhere Defizite, aus den unterschiedlichsten Gründen, besonders in Südeuropa. Und eine straffere Regulierung der Banken, hat vor allem dem relativ gesunden deutschen Bankensystem mit den drei Säulen Privatbanken, Genossenschaftsbanken und Privatbanken geschadet. Besonders bedauerlich ist auch, dass der deutsche Einfluss in Form von hochkarätigen Fachleuten in Spitzenpositionen der europäischen Finanzinstitutionen, zum Beispiel der EZB, immer mehr abgenommen hat. Auch das weicht deutsches Denken und deutsche Disziplin dort auf, wie die vielfach kritisierte neue Politik der EZB zeigt.

Sicher, der Euro wird jetzt über viele Jahre weiter bestehen, denn die Transferunion ist installiert, auch wenn es noch einige kleine „Gemetzel“ um Details bei der Unterschrift der Überweisungen geben wird. Aber wer glaubt ernsthaft daran, dass sich hier die deutschen Interessen durchsetzen?

Man darf auf den Preis für den Euro gespannt sein. Er wird vermutlich sowohl in höherer Inflation wie auch in höheren Steuern zu zahlen sein.

 

 

 



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