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„Lage für Milchbauern weiterhin dramatisch“
Agrarminister Meyer fordert Aufstockung der Bundesmittel zur Milchmengenreduzierung

Freitag 30. September 2016 - Hannover (wbn). Braucht das Hilfsprogramm jetzt selbst Hilfe? Die von der Europäischen Kommission angebotenen Anreize zur Reduktion der Milchproduktion von 14 Cent pro Liter sind fast ausgeschöpft.

Niedersachsens Agrarminister Christian Meyer (Grüne) hält die Lage der Milchbauern nach der ersten Runde des Programms für „weiterhin dramatisch“. Er fordert deshalb mehr Bundesmittel.

 

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Nach Angaben der Europäischen Union haben in der ersten Runde mehr als 52.000 Milchbauern aus 27 EU-Staaten vom Hilfsprogramm Gebrauch gemacht, davon mehr als 2.000 aus Niedersachsen. Die eingegangenen Anträge von Landwirten decken nach Angaben des Niedersächsischen Landwirtschaftsministeriums aber bereits 98,9 Prozent des vorhandenen Gesamtvolumens von 150 Millionen Euro ab. Seit heute können Landwirte aus Niedersachsen bei der Landwirtschaftskammer Anträge für die zweite Tranche starten. Für alle Landwirte in Europa stehen nun jedoch nur noch 1,6 Millionen Euro zur Verfügung.

In der ersten Runde stach Niedersachsen im Ländervergleich durch die große Zahl von Antragstellern und die hohen Milchmenge, die reduziert werden soll, heraus. Insgesamt sind es 67,4 Millionen Kilogramm. Minister Meyer: „Ich freue mich, dass viele Milcherzeuger erkannt haben, dass eine gemeinschaftliche Mengenreduzierung für bessere Preise notwendig ist."

Nach wie vor, so Meyer, sei zu viel Milch am Markt. Er will die Menge deshalb noch weiter reduzieren, um Angebot und Nachfrage wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Gerade in Norddeutschland sei durch die sehr niedrigen Auszahlungspreise die Belohnung für die Milchmengenreduzierung in Höhe von 14 Cent pro Liter besonders attraktiv. „Ich erwarte, dass Handel und Molkereien jetzt endlich ihre zu Auszahlungspreise deutlich anheben, damit unsere Bauern Preise bekommen, von denen sie leben können", so Meyer.

Meyer: Lage der Milchbauern weiterhin dramatisch

Und weiter: „Trotz leichter Erholung des Marktes ist die Lage für unsere Milchbauern weiterhin dramatisch“. Er blieb bei seiner Auffassung, „dass das EU-Programm nur ein erster, zaghafter Hoffnungsschimmer sein kann. Ohne weitere Schritte handelt es sich nur um Tröpfchen-Infusionen und geht den Bauern bald schon wieder die Luft aus.“

Der Bund sei in der Pflicht nachzulegen. Vorbild könne Frankreich sein: „Paris packt es richtig an. Denn es will die ihm zustehenden Gelder aufstocken und für mengenreduzierende Maßnahmen einsetzen. Daran sollte sich Bundesagrarminister Christian Schmidt ein Beispiel nehmen."

 

 



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