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Die eigentliche Überraschung dieser Stichwahl war die Wahlbeteiligung

Torsten Schulte hat heute Abend im Kreishaus nicht Grün sondern Rot gesehen - Sozialdemokrat Dirk Adomat (SPD) hat sich knapp behauptet

Aus dem Hamelner Kreishaus berichtet Ralph L o r e n z

Sonntag 5. April 2020 - Hameln (wbn). In Kreisen der Grünen war man vorübergehend schon in Feierlaune. Zeitweilig trennten den sonnig-fröhlichen Grünen Torsten Schulte nicht einmal zwei Prozent von dem Favoriten der SPD Dirk Adomat, der in dieser Landrats-Stichwahl schon irgendwie von einem Landratshabitus umgeben war – der Aura des trocken-nüchternen Verwaltungsfachmannes, der gleichwohl anlassbezogen routiniert-freundlich von den Plakaten lächelte.

Doch auf der Ziellinie der Stichwahl hat Dirk Adomat den Vorsprung gehalten und etwas ausgebaut. Mit 51,1 Prozent der abgegebenen Stimmen ist der Landtagsabgeordnete aus Hessisch Oldendorf zum Landrat des Landkreises Hameln-Pyrmont gewählt worden.

 

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Torsten Schultes Ampel ins Kreishaus stand mit 48,9 Prozent nicht auf Grün. Er sah Rot! Seine zweite Landratskandidatur ist damit gescheitert. Aber es war ein fairer Wahlkampf, der ihm auch viel Sympathie und Respekt eingebracht hat. Und das bei einer Wahlbeteiligung, die noch besser war als im ersten Durchlauf. 45,7 Prozent Wahlbeteiligung – das war die eigentliche Überraschung dieses Abends in Hameln. Denn es war eine Distanz-Wahl. Das Coronavirus zwang dem Landkreis das Format einer reinen Briefwahl ab. Ein kluger Schachzug der Wahlkampforganisatoren im Kreishaus. Doch der musste erst einmal im Niedersächsischen Innenministerium abgenickt werden. Der Landkreis Hameln-Pyrmont hat heute Abend damit Wahlgeschichte geschrieben. Vielleicht wird dieses Hamelner Modell in anderen Wahlgängen einmal als Vorbild dienen.

 

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