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Festnahme in Hasperde

Tatverdächtiger (40) belästigt Frau und kommt dann auch noch für einen Brand in der Sparkassen-Geschäftsstelle in Aerzen infrage

Mittwoch 25. November 2020 - Bad Münder / Aerzen / Springe (wbn). Es begann mit der sexuellen Belästigung einer 25 Jahre alten Frau an, die sich an der Bushaltestelle gerade noch vor dem zudringlichen Mann in einen einfahrenden Linienbus retten konnte.

Doch als die umgehend alarmierte Streifenwagenbesatzung den Tatverdächtigen dann festnehmen konnte, zeigte sich rasch, dass gegen den 40-Jährigen noch allerhand andere Ermittlungsansätze vorlagen. Zum Beispiel ein Brand in der Sparkassengeschäftsstelle in Aerzen, wo er von einer Überwachungskamera erfasst worden war. Der Tatverdächtige stammt aus Darmstadt und steht unter psychischer Betreuung.

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Deshalb wurde der Festgenommene in eine psychiatrische Fachklinik eingewiesen.
Nachfolgend der Polizeibericht aus Bad Münder: „Bereits am Donnerstag, 19.11.2020, wurde in Hasperde ein 40-jähriger Mann durch Beamte der Polizei Bad Münder vorläufig festgenommen. Der Mann steht in Verdacht, sich gegen 16.20 Uhr an der Bushaltestelle in der Ortsdurchfahrt der Bundesstraße 217 in Hasperde einer 25-jährigen Frau angenähert zu haben, die dort auf den Bus wartete. Die Frau, die nach ihrer Schilderung von dem später Festgenommenen sexuell bedrängt worden sei, konnte sich in den einfahrenden Linienbus "retten" und informierte von dort aus ihre Eltern.
Der Mann blieb im Bereich der Bushaltestelle zurück, wo ihn die von den Eltern des Opfers alarmierte Streifenwagenbesatzung antreffen und vorläufig festnehmen konnte.

Bei dem Mann, der sich nicht ausweisen konnte, sind verschiedenste Gegenstände aufgefunden worden, die er in einer Tasche mitführte. Inzwischen konnte die Herkunft dieser Gegenstände identifiziert und einer Diebstahlstat in einem Wohnhaus am 18.11.2020 im Bereich Springe nachgewiesen werden. Auch ein Fahrraddiebstahl aus einer S-Bahn, ebenfalls im Bereich Springe, geht auf das Konto des 40-Jährigen. Das geklaute Fahrrad konnte später im Nahbereich des Tatortes zu der erstgenannten Diebstahlstat an der Alvesroder Straße aufgefunden werden.

Bereits vor dem Zeitpunkt der vorläufigen Festnahme des Mannes liefen die Ermittlungen zu einer Brandsache in den Räumlichkeiten der Sparkassengeschäftsstelle Aerzen. Hier kam es am 16.11.2020 zu einem Brandausbruch im Vorraum der Sparkasse, der durch eine Alarmauslösung gegen

23.30 Uhr entdeckt wurde. Eine alarmierte Streifenwagenbesatzung der Polizei Hameln traf zuerst an der Sparkasse in der Osterstraße ein und bemerkte sofort Flammenschein im Selbstbedienungsraum. Ein Polizeikommissar unternahm mit einem Pulver-Feuerlöscher erste Löschversuche bis zum Eintreffen der Feuerwehr und konnte dadurch ein Ausbreiten der Flammen verhindern, die bereits die Wände und Deckenbereiche des Foyers erreichten. Als Brandausbruchsstelle konnte der Bereich an einem Kontoauszugsdrucker festgestellt werden. In der Anfangsphase der Ermittlungen ging man zunächst von einer technischen Ursache aus. Weitere Ermittlungen des Kriminalermittlungsdienstes der Polizei Bad Pyrmont ergaben jedoch Hinweise auf eine vorsätzliche Brandlegung. Auf den Bildern der Überwachungskameras war eine männliche Person erkennbar, die sich über einen längeren Zeitraum im Foyer der Sparkasse aufhielt, möglicherweise um sich aufzuwärmen. Wenige Minuten vor dem Brandausbruch verließ die zunächst unbekannte Person den Vorraum und verschwand. Weitere Untersuchungen, später mit Unterstützung eines Sachverständigen, ließen eine technische Ursache ausschließen; es ergaben sich Hinweise auf eine absichtliche Brandlegung. Die Polizei Bad Pyrmont wertet die Handlung des Täters als schwere Brandstiftung, zumal sich im Gebäude der Sparkassenfiliale auch Wohnungen befanden und die hier aufhältige Menschen in Gefahr gebracht wurden.

Auf den Bildern der Überwachungskamera war der Mann zu sehen, der drei Tage später in Hasperde vorläufig festgenommen wurde.

Dieser wurde bei der Polizei Bad Münder vernommen und einer erkennungsdienstlichen Behandlung unterzogen. Im Rahmen ihrer Ermittlungen konnte die schließlich die Identität des Unbekannten festgestellt werden. Der Mann hat einen Wohnsitz in Darmstadt und steht dort aufgrund psychischer Verhaltensauffälligkeiten unter gesetzlicher Betreuung. Warum sich der 40-Jährige im Weserbergland aufgehalten hatte, konnte auch von Darmstädter Seite nicht gesagt werden.

In gegenseitiger Absprache zwischen den involvierten Behörden und Einrichtungen wurde der Festgenommene in eine psychiatrische Fachklinik eingewiesen.“

 

 

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