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Auf der Reeperbahn, nachts um halb eins, ob du'n Mädel hast oder auch kein's...

Der Binnenschiffer und Sexualstraftäter steht jetzt an der Waterkant und kostet den Steuerzahler 50.000 Euro pro Tag (für Überwachung)

Hamburg/Hameln (wbn). Wenn Hans-Peter W. (53) heute Morgen oder irgendwann am Mittag oder Nachmittag aus dem Bett steigt, kostet das den Steuerzahler bereits 50.000 Euro. Denn mit soviel Geld schlägt der Einsatz von 24 Polizisten zu Buche, die nur eine Aufgabe haben: Den aufgrund eines umstrittenen richterlichen Urteiles in Karlsruhe (Oberlandesgericht) auf freien Fuß gesetzten Sexualstraftäter Hans-Peter W. rund um die Uhr zu beschatten.

Er soll nicht noch einmal die Gelegenheit bekommen eine Frau zu überfallen und auf perverse Art sexuell schwer zu mißhandeln. Der gelernte Binnenschiffer gilt nach der Entscheidung des EU-Menschenrechtsgerichtshofes und der Freilassung durch das Oberlandesgericht Karlsruhe als freier Mann und kann sich nach Lust und Laune frei bewegen. Die Beschatter dürfen ihm nicht einmal zu dicht auf die Pelle rücken, müssen aber andererseits darüber wachen, dass ahnungslose Mitbürger nicht in Gefahr geraten. Theoretisch kann er auch über Europas sündigste Meile, die Reeperbahn spazieren, ohne dass ihm dies verwehrt werden darf.

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Der SPD-Innenexperte in der Hamburger Bürgerschaft, Andreas Dressel, sprach sich gestern Abend im Gespräch mit den Weserbergland-Nachrichten.de für die Einführung einer elektronischen Fußfessel aus. Die SPD-Fraktion sehe mit großer Besorgnis, dass der Sexualstraftäter sich nun „offenbar ohne Auflagen und ohne ein festes Betreuungsverhältnis“ in Hamburg aufhalte. Gegenüber der Hamburger Morgenpost sagte Dressel: „Offenbar hatten die zuständigen Behörden nicht damit gerechnet, dass ein entlassener Straftäter aus einem anderen Bundesland die Anonymität einer Millionenmetropole sucht“.

Sexualstraftäter Hans-Peter W. saß zusammengerechnet fast 30 Jahre hinter Gittern. Er kennt weder Handy noch i-Phone, die Zahlungssysteme in öffentlichen Verkehrsmitteln sind ihm ebenso fremd wie die Geldautomaten. Und die sexy Sommermode der Frauen ist ihm auch neu. Hans-Peter W., dem nach wie vor von Gutachtern Rückfallgefahr und eine ausgeprägte seelische Abartigkeit attestiert wird, war für einige Tage in dem Bad-Pyrmonter Ortsteil Thal untergebracht worden.

Es war eine ziemlich einsame Entscheidung der baden-württembergischen Justizbehörden, die den Landkreis Hameln-Pyrmont zu keinem Zeitpunkt informiert hatten. Wenige Tage später wurde der Straftäter nach Hamburg gebracht. Weswegen der heute 53 Jahre alte Binnenschiffer in den Knast ging? Der Triebtäter hatte in Heilbronn innerhalb von nur 45 Minuten zwei schwere Sexualstraftaten begangen. Zunächst hatte er eine 42 Jahre alte Frau mit einer Schußwaffe bedroht und sexuell schwer misshandelt. Und eine 30-jährige Mutter hatte er kurz darauf vor den Augen ihres eineinhalbjährigen Sohnes in einer Toilette vergewaltigt. Die Verbrechen geschahen im April 1980.

 

 



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