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Leichenfund an der B 239
Die Polizei vermutet: Bei dem Toten handelt es sich um vermissten Binnenschiffer

Freitag, 24. Juli 2016 – Lübbecke (wbn). Nach einem Leichenfund an der Bundesstraße 239 vermutet die Polizei dass es sich bei der Leiche um den seit gut eineinhalb Wochen vermissten Binnenschiffer aus Polen handelt.

Am Morgen hatte ein Mann auf dem Weg zur Arbeit die Leiche im Graben entdeckt und umgehend die Polizei informiert. Der Leichnam wurde in einem mit Wasser gefüllten Graben an der Bundesstraße 239 zwischen der Industriestraße und dem Mittellandkanal entdeckt. Die Polizei vermutet, dass es sich bei dem Leichnam um den 45-jährigen Binnenschiffer aus Polen handelt, dies könne aber erst durch eine Obduktion zu Beginn der kommenden Woche abschließend festgestellt werden.

 

Fortsetzung von Seite 1

Nachfolgend der Polizeibericht aus Minden:

„Der seit gut eineinhalb Wochen vermisste polnische Binnenschiffer ist sehr wahrscheinlich tot. Bei einer am Freitag in einem Graben entlang der B 239 zwischen der Industriestraße und dem Mittellandkanal gefundenen Leiche handelt es sich laut Polizei vermutlich um den 45-jährigen Mann. Hinweise auf ein Fremdverschulden gibt es gegenwärtig nicht. Letzte Klarheit über die Identität des Leichnams und eine mögliche Todesursache erhofft sich die Polizei durch eine Obduktion zu Beginn der kommenden Woche.

Auf dem Weg zur Arbeit hatte ein Mann den kaum wahrnehmbaren Leichnam in dem mit Wasser gefüllten Graben abseits der vielbefahrenen Bundesstraße entdeckt und gegen 6.10 Uhr die Polizei informiert. Die sperrte zunächst den Fundort ab. Zur Bergung der Leiche zogen die Polizisten die Feuerwehr hinzu. Beamte der Kriminalwache übernahmen die weiteren Ermittlungen und leiteten die ersten Maßnahmen zur Identifizierung des Mannes ein. Bislang gibt es keinerlei Hinweise, dass Fremdeinwirkung eine Rolle gespielt haben könnte. Der Leichnam dürfte nach Einschätzung der Beamten bereits längere Zeit im Wasser gelegen haben.

Der Familienvater war als Besatzungsmitglied eines Schubverbandes am 13. Juni im Lübbecker Hafen eingetroffen. In Absprache mit seinen Kollegen hatte er das Schiff am Nachmittag zu Fuß verlassen, um in Lübbecke einzukaufen. Als der Mann nicht wieder kam, erstattete der Kapitän einen Tag später Vermisstenanzeige bei der Lübbecker Polizei. Zunächst fand sich keine Spur von dem 45-Jährigen. Auch Gespräche mit der Ehefrau in Polen brachten die Ermittlungen nicht voran. Schließlich wendeten sich die Beamten am vergangenen Freitag mit einem Fahndungsaufruf samt einem Foto des Vermissten an die Öffentlichkeit. Dies führte ebenso wie die Recherchen in verschiedenen Einkaufsmärkten im nahen Umfeld des Hafens zu keiner heißen Spur. Am Dienstag ließ die Polizei zudem noch vergeblich das Hafenbecken mit zwei Leichenspürhunden absuchen. Zu diesem Zeitpunkt dürfte der Binnenschiffer vermutlich schon nicht mehr gelebt haben.“

 

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