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Apokalypse wau:
Vierbeiner reagieren sehr unterschiedlich auf das Silvesterfeuerwerk
Sonntag 30. Dezember 2018 - Börry (wbn). Der eine Hund knurrt den Böller an und jagt ihn, wenn dieser zu Boden fällt. Der andere verkriecht sich in der Ecke. Was dem Menschen sein aaah, ist dem Vierbeiner sein auuu. Denn es schmerzt auch im empfindlichen Gehörgang.

Ein Silvester-Feuerwerk gehört zum Jahreswechsel sicherlich einfach dazu. Doch nicht nur kleine Kinder bekommen es dann häufig mit der Angst zu tun. Noch mehr leiden unsere vierbeinigen Hausgenossen unter zischenden Raketen und krachenden Böllerschüssen. Denn Hund und Katze sind mit wesentlich empfindlicheren Hörorganen ausgestattet als der Mensch. Auch fehlt den Tieren die Fähigkeit, Lärm als ungefährlich einzuordnen.

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Was aber tun, wenn Mitternacht naht? Und Sie nur noch besorgt beobachten können, wie ihre geliebte Fellnase beginnt zu hecheln, zu zittern und ruhelos durchs Haus zu streifen? Man sollte diese Zeichen auf jeden Fall ernst nehmen, denn sie können sich von einem einmaligem Verhalten zu einer ausgeprägten Geräuschphobie auswachsen. Geräuschempfindliche Hunde beispielsweise verbinden nach und nach andere Situationen, Gegenstände oder Personen mit ihrer Geräuschangst. So kann beispielsweise ein Hund, der eigentlich nur Angst vor einem Gewitter hat, eine Phobie gegenüber Regen oder dunklen Gewitterwolken entwickeln.

Bei großer Panik leidet das Tier sehr. Das kann sogar so weit gehen, dass es sich "vor Angst in die Hosen macht" und in die Wohnung kotet. Einige Tiere weigern sich zu fressen. Andere wählen die Flucht, verkriechen sich irgendwo und bleiben lange verschwunden. Bei vorhersehbaren Geräuschkulissen wie dem Silvester-Feuerwerk sollte man die Tiere deshalb möglichst im Haus halten und ihnen dort einen Rückzugsort anbieten. Für den Fall eines Falles ist es hilfreich, wenn ein Tier gechippt und in einer Datenbank gemeldet ist. Über die dort gespeicherten Informationen lassen sich Herrchen und Frauchen leicht wiederfinden.

Alles in allem wirken Phobien sehr belastend auf das Zusammenleben von Mensch und Tier. Übertriebene Ängste vor Geräuschen aller Art, die eigentlich keine Gefahr darstellen, lassen sich aber therapeutisch behandeln. Experten empfehlen zumindest für Hunde Desensibilisierungstherapien, mit denen die Tiere langsam an Geräusche gewöhnt werden.
Dieses Vorgehen ist immer verbunden mit hohem Zeitaufwand, viel Lob und Belohnung des Hundes durch Leckerlis. Aber es gibt auch weitere Möglichkeiten wie angstlösende Produkte oder Arzneimittel, die helfen, den Stress bei Hunden und Katzen zu vermindern. Die Aktivität der Tiere bleibt dabei voll erhalten.
Ob solch eine Maßnahme für ein Tier passt, sollte man frühzeitig mit dem Tierarzt besprechen. Denn nicht vergessen: Bald ist wieder Silvester. (Quelle: ots / Bundesverband für Tiergesundheit)

 

 

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